Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 28 (1879)
- Issue
- Heft 3 (März 1879)
- Article
- Zur Composition der agadischen Homilien
- Date
- 1879-03-01
- Page
- Seite 98 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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OS Zur Gompofition der agad!scheu Hoiuilien. Kunstausdruck gewordenes Wort als Proomien erkennbar sind, die nian aber nicht immer bis zu ihrem wirklichen Ende gut verfolgen kann; sie sind oft sehr verwickelt oder sehr künstlich gebildet. Das Wesen dieser Perhichoth musz doch besonders räthselhast erscheinen. Warum oeiiu oft so viele Proonnen zu. der Agada über einen Bibelabschnitt und verhälunßmaßig so wenig agadische Auslegung über diesen Abschnitt selbst, oder - anders ausgedrückt warum lag gerade eine derartige Z u s a m m e 11 ft e II 1t n g in dem Plane des Verfassers oder Sammlers des betreffenden Mrdraschwerkes! Wird man sich noch bewußt, daß sehr oft, wie beispielsweise gleich im erste!( Kapitel der Genesis r., die als Proomien aneinander gefügten Satze sich anderweitig (hier jer. Chagiga II.) als ei!(fache Ausspräche ...ר׳) der als Urheber der b'roömien genannten Amoräer sich vorsinden, so hat man gewiß genügende Veranlas׳ sung, über Natur und Herkunft der Pethichoth nachznsinnen. Und man glaube auch nickt, daß die zuerst erivähnten Proomien, die predigtartigen Pethichoth weniger Lchwierigkeite!( enthalten. Es gettügt hier, daran zu erinnern, daß z. B. jene als Einlertnngen zürn Midrasch Echa rab. zusaunnengestellten Perhichoth zun( größten Theile der alten Pesikta entlehnt sind. Aber wie schwierig eine Untersuchung über die Pethichoth seit( tnuß, unb doppelt schwierig bei den! bejammernswerthen Zustande unserer Texte, so darf sie, eben weil sie in das innerste Gewebe der Midrajchbildung eindringen muß, interessante Ansschlüsse und lohnende Ergebnisse in Aussicht stellen; vielleicht auch gelangen wir durch die Behandlung der Proomien zu einer richtigeren Einsicht in die Eomposition einzelner Midraschwerke. Von wo aber soll diese Untersuchung ihren Ausgangspunkt nehmen? Was jede Forschung ans dem Gebiete des Midrasch jo ungemein erschwert, ist, wie jeder Kundige weiß, daß man sich vergebens nach dem festen Boden umsieht, auf dem eine