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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1879-02-01 · Heft 2 (Februar 1879) · p. Seite 92

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
28 (1879)
Issue
Heft 2 (Februar 1879)
Article
[Rezension] / St.
Date
1879-02-01
Page
Seite 92 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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92 Weeenfionen. heit, welches tljvcu Verfasser beseelt, die ober! genannte Brochüre bezeichnen. Dieselbe sei, erklärt der Bers., ans den! Bestreben hcrvorgeslossen, einem alten, vielfach verunglimpften Schriftdenkmal zu einer!vabrbeiiegelrenen Beurtheilnug zu verhelfen. Rablings Pan!phlet, da:׳ zugleich ein Plagiat sei, wäre zwar bereits von den jüdischen Gelehrten gründliel) und treffend widerlegt worden; aber das Bnblicnm, wenigstens diejenigen Schichten, in denen Rohling:׳ Schrift gelesen!vo.rden, hätten doch nur in sehr untergeordnetem Maste davon Kenntnis; erhalten. Ter Bers. sucht nun zunächst an der Hand einer beträchtlichen Reihe von Beispielen da-:׳ umfassende Humanüätc-prineip auszuweiseu, welckeo das ganze talmudische Eivil- und Eriminalreän beherrscht, und wendet sich sodann zu einer näheren Eharakterisirnng der Halaeba und Agada jener ״beiden Strömungen, die bald rnbig und still nebeneinander bergeben, bald wieder hart ans einander dringen". Was der Bers. mit letzterer Bezeichnung eigentlich will, wird erst später klar. Tie Halacha zeige manches sehnliche n!it der Lcholanik. In beiden handle es sich nn! den Ausbau und die Weiterentwicklung des überkommenen Lehrstoffes durch die menschliche Tenttraft. Beide stellen sich zur herrschenden Weltanschauung bald reaetionär, bald revolutionär. Während aber, wird weiter richtig bemerkt, die Scholastik sich in nutzlose metaphysische Grübeleien verliere und auch das Unfaßbare in scharfe Begriffe und Definitionen zu fassen suche, halte sich die Halacha nur an das Reale, und suche ans Leben und Berkehr in ihren Lausendsachen Beziehungen bestimmend einzuwirken, wobei sie auch noch in formeller Beziehung von den häufig langweiligen Erörterungen der Scholastik durch die lebhafte Behändlnng ihrer Problenw, wodurch sie oft einen dramatischen Charakter anuimnrt, sich vortheilhaft unterscheide. Zur Agada übergehend, kennzeichnet der Verfasser zunächst den hohen ethischen Gehalt und den poetischen Geist, der dieselbe *

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