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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1879-02-01 · Heft 2 (Februar 1879) · p. Seite 79

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
28 (1879)
Issue
Heft 2 (Februar 1879)
Article
Der Pseudo-Messias im 14. Jahrhundert
Date
1879-02-01
Page
Seite 79 (sequence 2)
Language
German
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Ein Pseudo Messias im 1(. Jahrhundert. 70 bc Santa-Fe (Josna t'ovqui) zur Disputation von Tortosa her, ausgebracht, daß zur Zeit des Chasda'i Crescas ein Pseudo- Messias in (5 i s neroS ausgetreten sein inüsse (Kesch. B. VIII'׳ S. :!!>",). Die Stelle lautet in schlechtem Latein: . . . tm»!»»׳« v61o liostro Raby hanlay rrestiis yzu li'icu Hasday Crescas) (jueiidiim in Cisncros in synagogis jmblice praedicans natos•) Jlessiain . . . nssm’bant. Es geht da raue׳ hervor, daß der Philosoph EhaSda'i Crescas diesen Messias eben so als einen wahren anerkannt hat, wie R. Akiba zu seiner Zeit Bar-Cochba. Ans einer Stelle in der handschristlichen antichristianischen Schrist des Ehajim Jbn-Mnsa, welcher in der erneu Halste des löten Jahrh. blühte, ergab sich, daß zu seiner Zeit zwei Männer als Wnnderthäter anerkannt waren l ... יכן עשה (פראים) מבננו יעקב אלקורשנו ור'בשה בוטריל. Also der sonst bekannte und berüchtigte Mose Botarel galt als Wnnderthäter. Diese Notizen erhielten jüngstens von einer unerwarteten Seite eine Belenchtnng. Jcllinet fand nämlich ans einem Blatte mitten in einer werthvollen Naschi-Handschr. eine Erzählung von einem Wunderthäter zur Zeit des Ehasda'i Crescas. Diese Erzählung druckte er unter mehreren aitderen in VI. Theil des von ihm edirten Bet-Ha-Midrasch ab (p. 142 Nr. ׳נ). Daraus ergiebt sich, daß im Jahre 1:4!)3 ei» Schreiben von Ehasdai Crescas eingelanfen ist, welck>es die Wnnderthäterei eines gewissen Mose als beglanbigt anerkannt hat. Das Schreiben schildert diesen Wunderthäter eingehend. In einem anderen Stücke wird erzählt, daß dieser Wnnderthäter Mose den Nabbinen verdächtig gewesen sei, daß sie ihn zn bestrafen gedachten, aber davon abgekoinnreir seieil, weil sie an den Eingang zrlr Synagoge voir einer Hand einen Vers aus Jesaia niedergeschricben gesehen, aus dem fünf Buchstaben besonders hervorleuchteten, und zwar die Buchstaben ’) Der Plural bezieht sich auf noch andere Mesiiasse, die voraufgeheud angeführt werde».

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