Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 28 (1879)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1879)
- Article
- Über die zu meinem Aufsatze "Zur Geschichte der Falaschas" benutzten Quellen
- Date
- 1879-02-01
- Page
- Seite 74 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2829132-2829514-2829517-2871112--18618-2871154- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
71 lieber die zu meinem Ausfälle Flad, mit1]0tf)ei(ten Gebeten der FalaschaS gleichfalls einen echt jüdischen Charakter tragen. Die Gebete der FalaschaS rühren nach Halövy zum großen Theil von einem Nasiräer;אנא פיק״ Aba Lakwin (oder Sikoin) her, von dem weiter nichts bekannt sei, als das; er aus der Provinz Wagara stamme und im 13. Fohrhundert gelebt haben soll. Nach Flad (.stutze Schilderung rc. S. 32 ff.) soll der Orden der Nasiräer, — Mönche nennt sie Flad — von einen; Aba Zebra Herrn ״ en, der in; t. Jahrhundert in einer Höhle Hoharewa in der Provinz Armatschoho gelebt und die seitdem gebräuchliche Entmannung der Nasiräer angeordnet haben soll, von welcher Halstvy indessen nichts »!;:!heilt. ES ist nun allerdings eigenthümlich, daß, nach Halövy, Aba Lakwin seinem Lohne einschärft, das; er keine Frau nehmen und keine Kinder erzeugen möge. Nach dem Leder Thephiloth Hafalaschim beten übrigens die FalaschaS für die Errettung ganz Israels und der Stadl Jerusalem — Leite Ist, 17 — und ist ihnen auch bekannt, das; ein Theil der Jude!: nach Non; vertrieben worden ist — S. 21. Diese Kenntnis; werden sie ans ihre»; Buche ״Siena Aihud", Geschichte der Juden, einer Uebersetzung des Iosephns, entnomn;e>; haben, vgl. Flad; Kurze Schildern!»! S. 51. t. Eines der bedeutendsten Werke, die je über Abessinien geschriebei; worden unb, ist die Historia Aethiopica nebst (501!;־ mentar des Job Rudolf, eines der grösste!; Orientalisten des 17. Jahrhunderts. Derselbe lebte in Frankfurt am Mai;; u!;d ist uie»;aIS i>; Afrika gewesen, hat aber Alles, was bis za seiner Zeit über Abessinien geschrieben worden war, n;it dem größten Fleiße benutzt und viele werthvolle Mittheilungen von einem gelehrten Abessiiüer, Aba GregoriuS, erhalten, der sich damals in Europa aushielt unb mit Ludolf auf das Freundschaftlichste verkehrte. Seine Historia enthält nicht ausschließlich, sondern l;nr zu»; kleinern Theile, Geschichte, im Uebrigen eine vollständige