Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 27 (1878)
- Issue
- Heft 12
- Article
- Die Religionsphilosophie des Abraham ibn Daud aus Toledo
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 533 (sequence 2)
- Language
- German
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Die Religionsphilosophie des Abraham ibn Daud aus Toledo. 533 Faktoren übt unfehlbar auf die Geistes- und Willensrichtung des aus diesem Zeugungsproceß hervorgehenden Individuums einen nachtheiligen Einfluß aus; in dem einen Falle wird dasselbe zu aufbrausendem Ungestüm, zu wildein und unbedachtem Jähzorn neigen, in den! anderen werden geistiger Stumpfsinn und brutale Sinnlichkeit sich als hervorstechende Charaktereigenthümlichkeiten geltend inachen. Die Frage, warum Gott die Entstehung solcher menschlichen Ungethüme zulasse, wäre jedoch ebensowenig berechtigt wie die, warum er Hunde und Bären entstehen lasse. Die göttliche Schöpfung wollte eben jede erdenkliche Möglichkeit der Existenz zur Wirklichkeit bringen, und zwischen den beiden äußersten Polen des Seins, zwischen der höchsten Vollkommenheit und der äußersten Unvollkommenheit, sollte keine der denkbaren Mittelstufen aus der Schöpfung ausgeschlossen sein 1). Diese letzte Ausführung bildet den Uebergang zur eigentlichen Erörterung des Problems der menschlichen Willensfreiheit. Ist auch, fährt unser Philosoph fort, die Willensrichtung des Menschen im Allgemeinen durch den specifischen Charakter bestimmt, den das Individuum gewissermaßen als sein natürliches Erbe in's Dasein mitbringt, so ist damit doch keineswegs die Möglichkeit aufgehoben, daß der Mensch den natürlichen Antrieben Widerstand leiste und sich aus eigner Wahl für diejenige Lebensrichtung entscheide, die Gott den, ihrer überwiegenden Mehrzahl nach mit sittlichen Gebrechen behafteten, Menschen vermittelst besonders lauterer und sittenreiner Charaktere als seinen Willen empfohlen hat. Die Verordnung der göttlichen Gebote setzt ja unbedingt schon die menschliche Willensfreiheit voraus, denn die Verord- הנד־ז הסבה הראשונדת, אשר מציאותו :22 .Mfarabi, Principia S (' בעצפו, אפנס לא ישפע במציאור־ז 2ה שאי אפשר שלי-! ׳22<-! לבד, אברי ישפע במציאות כה שאפשר שלא ימצא. עד שלא דבר מדרכי המציאות .שלו-ת נתנו