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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1878-01-01 · Heft 11 · p. Seite 504

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
27 (1878)
Issue
Heft 11
Article
Die Religionsphilosophie des Abraham ibn Daud aus Toledo
Date
1878-01-01
Page
Seite 504 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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504 Die Religiottsphilösophie des Abraham ibn Daud aus Toledo. gläubigen in die qualvolle Lage eines Menschen versetzen, der zwei mit ziemlich gleicher Macht ausgerüstete Herren über sich hat, deren Anordnungen aber einander widersprechen. Wie jener, könnte auch er keinem von beiden willfahren, ohne dadurch dem Willen des Anderen zuwiderzuhandeln'). Die heilige Schrift kann daher ebensowenig mit der Vernunft oder den Ergebnissen der ״wahren Philosophie" wie mit sich selber im Widerspruch stehen. Wo uns beim Lesen der heiligen Schrift ein derartiger Widerspruch begegnet, da ist es eine unabweisbare Pflicht für uns, in dem Streben nach einer tieferen Auffassung der betrefsenden Stelle nicht früher nachzulassen, bis wir den angeblichen Widerspruch beseitigt haben. Ganz besonders aber ist eine solch rationelle Auffasiung der heiligen Schrift überall da geboten, wo der einfache Wortsinn zu einer Vorstellung vom göttlichen Wesen führen würde, die nicht nur mit unserem philosophischen Gottesbegriff unvereinbar wäre, sondern schon durch ihre krasse Sinnlichkeit ihre innere Unwahrheit verriethe. Die denkfaule Menge freilich mag gerade an diesen rohen Vorstellungen das meiste Gefallen finden; qllein umso größer ist die dem Glauben drohende Gefahr. Denn wenn zuletzt die Vernunft vielleicht dennoch zum Durchbruch gelangt und an diesen Vorstellungen Anstoß nimmt, dann liegt für diejenigen, die einer sinn- und Vernunftgemäßen Auffassung der Schrift entrathend kein Mittel besitzen, um der ihnen entgegentretenden Schwierigkeiten Herr zu werden, der Uebergang von dein Extrem der Gedankenlosigkeit zu dem der Gottesleugnung und des Unglaubens desto nähera). Durch ומאשר התורה והפילוסופי» מתנגדות בזח, :1 Em. Ram. S. 82 Text׳ היינו כאיש לו שני אדונים, אחד מהם גדול, והשני איננו קטון, ואין דרך לרצות .אחד מהבם אלא בעבור על דעת השני אבל ההמון ימאנו שלא יהיו כתובי התורח :Em. Ram. S. 92 Text (* מלאיכש הזיות, לא יאמן האדם כהבם, אם לא בעוד היותו בער וכסיל, וכאשר ישתבש בו השבדי, היה מכחיש מח שמענוהו ההמון, ויעתק מן הסכלות אל־י .האפיקורסים, מבלתי שילך בדרך ההבחנה וההתבוננות

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