Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 27 (1878)
- Issue
- Heft 9
- Article
- Eine Localität Lod bei Jerusalem
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 428 (sequence 2)
- Language
- German
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428 Ein e Lokalität 20b bei Jerusalem. merksam zu machen (Tosephta Sukka I. Ans.): אמר ר׳ יהווה מעשה בסוכת הילני בלוד שהיחה גבוהה יותר מעשרים אמה והיחקנים נכנסים ויוצאין אצלה ולא אמר אחד מהן דבר, ebenso Jerus. Sukka I. x. 51 d; Babli das. 2b. Nun läßt es sich nicht denken, daß die Königin Helene in Lydda ihren Wohnsitz genommen haben sollte. Josephus erzählt, sie habe ein besonderes Verlangen gehabt, sich nach Jerusalem zu begeben und dort im Tempel den Gott Israels anzubeten und habe sich dorthin begeben (Alterth. XX, 2, 6): ,EXiv-tj . . . im-O'Vfilav ea%£v elg trjv ' IeQoaoXvfucmv nöXiv «fptxofievzj . . . xamfimvti elg zfjv' Ie0o<soXvfurmv tcqXiv. An einer anderen Stelle führt Josephus eine Auseinandersetzung des adiabenischen Kölligs Jzates an: er habe seine Mutter und fünf seiner jungen Söhne nach denr heiligen Lande geschickt, damit diese die hebräische Sprache erlernen und die angemessene religiöse Erziehung dort erhalten sollten (das. 3, 3): in de nenofxff mg nivtti /xev rov aqiSpdv vlovg, rrjv de rjXixiav •veovc, yXuntav zip! nu(t’ ijpiv narqiov xal ncudetav äxQißmg fzaiXrp aofxivovg, ztjv re firprega nqogxvvovoav 7/0 lsqöv. Wo hätten die adiabenischen Prinzen dieses erlernen können, wenn nicht in Jerusalem? Lydda konnte ihnen nicht in ausreichendem Maaße diese Gelegenheit bieten. Außerdem hebt die tälmudische Tradition hervor, daß ״die Weisen" bei Helene aus- und eingegangen seien. Unter diesen ״Weisen" oder Gesetzeslehrern sind doch wohl ilur Jerusalemer zu verstehen. Sollten diese sich öfter zu ihr nach dem entfernten Lydda begeben und mit ihr dort verkehrt haben? Es ist völlig unannehmbar. Diese Stelle führt vielmehr auf die Vermuthung, daß ein לוד in der Nähe von Jerusalem׳ gelegen haben müsse. Nehmen wir noch dazu Josephus' Angabe, daß Helene sich ein Grabdenkmal im Norden Jerusalems 4 Stadien von der Stadt entfernt erbauen ließ (das. 4, 3. jüd. Krieg V, 4, 2), so muß nothwendiger Weise hr Aufenthalt in der Hauptstadt gewesen sein.