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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1878-01-01 · Heft 8 · p. Seite 361

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
27 (1878)
Issue
Heft 8
Article
Die Religionsphilosophie des Abraham ibn Daud aus Toledo
Date
1878-01-01
Page
Seite 361 (sequence 1)
Language
German
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Die Religionsphilosophie des Abraham ihn Dkud aus Toledo. 361 Pie Meligionsptjrlosophie des Abraham ibn Paud aus Holedo. Ein Beitrag zur Geschichte der jüdischen Religionsphilosophie und der Philosophie der Araber. (8orts»»u«g.) Unser Philosoph leitet seine Darstellung damit ein, daß er gleich an die Spitze derselben das letzte Resultat der, durch Saadia vermittelten, mutazilitischen. Theorie, die Lehre von den negativen Attributen stellt. Im eigentlichen und wahren Sinne, sagt er, können Gott nur negative Attribute beigelegt werden. Was darüber hinausgeht, kann nur in metaphorischer Bedeutung aufgefaßt werden als Bestimmungen, die das göttliche Wesen der menschlichen Vorstellung näher bringen sollen. So bediene sich z. B. die heilige Schrift zuweilen der Anthropomorphismen und Anthropopathieen, um sich durch eine volksthümkichere Redeweise auch dem Verständniß des gemeinen Mannes anzvbequemen. Sie läßt uns jedoch über den metaphorischen Sinn dieser Stellen nicht im Zweifel, indem sie uns an anderen Stellen wieder ausdrücklich davor warnt, uns das göttliche Mesen unter irgendwelcher körperlichen Form vorzustellen. Aber auch die unkörperlichen oder begrifflichen Attribute dürfen auf Gott nur in negativem Sinne angewendet werden. Das sei freilich eine Auffassung, mit der wir auf die Möglichkeit einer positiven Erkenntniß des göttlichen Wesens Verzicht leisten, denn negative Bestimmungen mögen wohl hinreichen, um uns vor irrthümlichen. Vorstellungen zu bewahren, niemals aber könne man durch ne,

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