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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1878-01-01 · Heft 8 · p. Seite 344

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
27 (1878)
Issue
Heft 8
Article
Die Lage des Sinai oder Horeb
Date
1878-01-01
Page
Seite 344 (sequence 8)
Language
German
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344 Die Lage des Sinai oder Horeb. durchstreift haben, Lepsius, Palmer, Ebers, ob man die Strecke von Ramses bis zur G'ebel-Musa-Gruppe oder auch nur bis zum Serbal in drei Tagen zurücklegen kann! Von Oyun-Musa, südöstlich vom Suez-Golf, bis zum Serbal zählte Ebers 49 Kameelstunden; dazu kommt noch die Strecke erst nordwärts bis Migdol und dann wieder südwärts bis zum Golf und Oyun-Musa. Kann man aber diesen Raum, wenn auch vielleicht mit Kameelen, auch mit Heerden in drei Tagen zurücklegen? Ganz unmöglich auch nur bis zum Serbal, geschweige denn bis G'ebel-Musa. Es ist eine höchst beschwerliche Tour durch Wüstenei und unebenes Terrain. Den Israeliten schien aber der Weg von Gosen bis zum Sinai gar nicht so fern und so beschwerlich. Ahron erhielt die Weisung, seinem Bruder in der Wüste entgegen zu gehen, und er that es und begegnete ihm am Gottesberge (Exodus 4,27). Eine Stelle im Exodus, welche meistens übersehen oder verkannt wurde, schließt geradezu die Lage des Sinai im Osten aus, bestimmt sie vielmehr im Westen. Mose flieht nach Midjan und weidet die Heerden seines Schwiegervaters bis zum Gottesberge Horeb. Dabei heißt es: וינהג את הצאן אחר המרכר. Was bedeutet hier das Worten? Die altenUebersetzungen, wie die neueren Ausleger wußten nichts mit dieser Präposition anzufangen. Sie bedeutet aber nichts Anderes als westlich, im Westen (wie denn überhaupt אחור, im Gegensatz zu קדם, den Westen bezeichnet). Mose führte also die Heerden im W e st e n der Wüste *) und kam zum Gottesberge. Dieser also lag irgendwo im Westen, und nicht so weit ab, etwa im Osten in der sg. Sinai-Halbinsel. Was ist aber unter der Bezeichnung ״im Westen ') Einzig richtig hat diese Stelle Beke aufgefaßt, a. a. O. p. 193: »to the west, of the desert«, which, as regarded the direction from Midian, the jpoint from whence Moses had deparfced, would he on that side of the desert which was nearst to Mizraim,

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