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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1878-01-01 · Heft 6 · p. Seite 263

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
27 (1878)
Issue
Heft 6
Article
Die Religionsphilosophie des Abraham ibn Daud aus Toledo
Date
1878-01-01
Page
Seite 263 (sequence 2)
Language
German
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Die Religionsphilosophie des Abraham ihn Daud aus Toledo. 263 Welches ist nun das Organ für diese abstrakten Erkenntnisse? Ist es eines der körperlichen Organe, z. B. das Herz oder das Gehirn, oder irgendeine körperliche Kraft? Wäre dies der Fall, so müßten die abstrakten Wahrheiten theilbar sein gleich den körperlichen Organen oder der körperlichen Kraft, denen sie ihre Entstehung verdanken '). Der Begriff der Theilbarkeit erstreckt sich aber nur auf dasjenige, was unter die Kategorie der Quantität fällt, wie Körper, Flächen, Linien, Raum, Zeit, Zahlen oder Worte, oder auf das, was sich an einem Körper (als Accidenz) befindet, wie z. B. die Weiße des Kleides oder die Wärme des Wassers. Nun besteht ja aber das Wesen abstrakter Begriffe gerade darin, daß sie durch das Absehen von aller materiellen Bestimmtheit, wie Quantität, Körperlichkeit u. s. w., zu Stande gekommen sind, sie sind nur dadurch so weitumfaffend, daß bei ihrer Bildung von den accidentiellen Eigenschaften abstrahirt und nur das Allgemeine und Wesenhaste an den Dingen beibehalten worden ist. Die abstrakten Begriffe sind mithin, da sie der die Theilbarkeit der Dinge ermöglichenden materiellen und, accidentiellen Bestimmtheit entbehren, nothwendig untheilbar und können daher auch ihren Sitz nicht in etwas Theilbarem, oder einem Körper Habens. Ein fernerer Beweis dafür, daß nehmen, nämlich das (muß heißen: [sc. frei] von dem) Wieviel, das idem) Wo und die (der) Lage, entweder weil das Aufgefaßte seinem Wesen nach so beschaffen ist, z. B. das Wißen von der Einheit und das Wißen von der Existenz schlechthin oder weil die Vernunft cs von den Accidenzien abstrahirt hat, z. B. der Mensch schlechthin". Em. Ram. S. 34 Text: נאמר שהאיש, אשר לו התבוננורת מרת, יבין מעצמו, שהוי*ת ישיג בין ראובן ושמעון ענין מה ישתתפו בו, הוא צורה האנושית וגוי. י) Em. Ram. S. 34 Text, deutsche Uebers. S. 44. *) Jbn-S!na. Schahrest. II. S. 318 : ״Der Körper aber hat eine Lage und ein Wo und das, was nicht Lage hat, ruht nicht in dem, was eine Lage und ein Wo hat". Das. S. 319: ״Es ist auch ein überzeugender Beweis dafür, daß der Träger der intelligibeln Dinge kein Körper ist, darin gegeben, daß der Körper nothwendiger Weise der Möglichkeit nach theilbar ist, dasjenige aber, was nicht theilbar ist, ruht nicht in dem

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