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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1878-01-01 · Heft 6 · p. Seite 242

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
27 (1878)
Issue
Heft 6
Article
Astaroth, Karnaim und Bostra
Date
1878-01-01
Page
Seite 242 (sequence 2)
Language
German
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242 - Maroth Karnaim und Äoftra, Angabe» sind niehr als zweifelhaft. Wäre in Phönieien wirklich eine Astarte mit dem Stierkopfe oder die gehörnte Astarte verehrt worden, so hätten mehr Spuren davon im Mutterlands oder in den punischen Kolonien Vorkommen müssen und nicht bloß in einer zweifelhaften Localität in Hauran. Verwunderlich ist es aber, wie die Lexicographen, Archäologen und Geographen von der einmalige» Erwähnung von Astaroth Karnaim in der Genesis (14, 5) ein solches Factum ableiten können, da an allen andereil biblischen Stellen nur Astaroth allein genannt wird. Noch verwunderlicher ist es, daß auch diese eine Stelle nicht im Geringsten für diese Annahme spricht. Die griechische Uebersetzung hat nämlich an dieser Stelle ,AamQio‘) xal Kaqvdtv, b. h. die Könige mit Kedarlaomer habeil die Rephaim geschlagen in Astaroth und in Karnaim. Es ist also hier von zwei Localitäten die Rede, und nicht voll einer einzigen. Die Städtenamen עשסרות קרנים müssen daher eben so getrennt werden wie בעשתרות באדרעי (Deuteronom. 1,4), In der That kommen die Städte Astaroth und Karnaim au anderen Stellen ohne Verbindung unter einander vor. Das Verzeichniß der Levi tenstädte in der Chronik (1,6, S6) nennt als solche im jenseitigen Lande nebeil Golan noch Astaroth ohne beit Zusatz Karnaim. In Josna wird die Stadt des Og an »lehreren Stellen nur Astaroth schlechtweg genannt, als Levitenstadt wird sie daselbst (21, 27) בעשתרה genannt, welches die griechische Uebersetzung mit Boäoqav wiedergiebt. An anderen Stellen, wo von Karnaim oder Karnain die Rede ist (vgl. weiter unten) wird hinwiederum diese Localität ohne die Beifügung Astaroth genannt. Daraus folgt, daß es durchaus kein Astaroth-Karnainr gegeben hat, und folglich kann daraus nicht deducirt werdeil, daß die Astarte mit zwei Hörnern dargestellt worden sei. Eine Localität Karnaim wird in Eusebius' Onomastikon und in der talmudischen Literatur angeführt. Obwohl das Erstere

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