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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1878-01-01 · Heft 5 · p. Seite 207

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
27 (1878)
Issue
Heft 5
Article
Die Religionsphilosophie des Abraham ibn Daud aus Toledo
Date
1878-01-01
Page
Seite 207 (sequence 6)
Language
German
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Die Neligionsphitosophie des Abraham ibn Daud aus Eoledo. 2Ö׳? menen Formen von Mohnkern und Melone die Form eines Mohnkerns von der Größe einer Melone 1). Diese willkürlich erzeugten Formen können sich zwar in einzelnen Fällen Nachtraglich als auch in der Wirklichkeit vorhanden erweisen, in vielen Fällen aber ftetleu sie sich als eine von uns erzeugte Täuschung heraus, der in der Wirklichkeit Nichts entspricht 2). Vermittelst der Einbildungskraft, die in gewissem Sinne die höchste unter den . *) (im. Ram. S. 29 Text, deutsche Uebers. S. 37. A. b. D. nennt diese Kraft: מדמה ומחשב. Jbn-Sina (Schahrest. II. S. 315): ״Die Kraft aber, welche in Beziehung auf die thierische Seele Vorstellungsvermögen und in Beziehung auf die menschliche Seele Denkv ermögen heißt, ist eine Kraft, welche in der mittleren Höhlung des Ge- Hirns an dem Wurm liegt und zu deren Wesen es gehört, von dem was in der Einbildungskraft ist, Eines mit dem Anderen zu verbinden nach Maßgabe des freien Willens"; ähnlich in der Disputation zwischen Sabäern und Rechtgläubiger: (Schahrest. II. S. 29), in der überhaupt den Sabäern vielfach Ansichten des Alfarabi und Jbn-Sina in den Mund gelegt werden. Die Wiedergabe dieses Vermögens als ״Vorstellungsvermögen" (bei den Thieren) und ״Denkvermögen" (beim Menschen) scheint mir jedoch unrichtig zu sein. Nachdem der Uebersetzer des Schahrest. für die ״Abbildungskraft" (A. b. D. כח המצייר) irrthümlich die Bezeichnung: ״Einbildungskraft" gebraucht hat, steht ihm hier diese Bezeichnung nicht mehr zur Verfügung, während die Beschreibung des כה מדמה ומחשב bei Schahrest, wie bei A. b. D. keinen Zweifel darüber läßt, daß erst unter כה מדמה die aristotelische (pavmaca und unter מחשב nicht das ״Denkvermögen", sondern das Kombinationsvermögen zu verstehen sei. Im Kosari (S. 390 ed. Cassel) wird das Einbildungsvermögen oder die Phantasie כ ח ה י צ ר י genannt, was mit dem כה המצייר -) כה היצורי bei A. b. D.) nicht verwechselt werden darf. Was aber beim Thiere der כה היצרי, ist beim Menschen der כה מהשבי. Kosari S. 390: והכה היצרי בהשחמש בו המחשבי יקרא יצרי וכשהשחמש בו המדבר יקרא מחשבי (Unter dem ersten המחשבי ist hier das thierische Vermögen zu verstehen, das bei A. b. D. ריעוני heißt, während das zweite מהשבי mit dem מהשב bei A. b. D. identisch ist. Die Ungeschicklichkeit des Uebersetzers, für verschiedene Seelenvermögen gleichlautende Ausdrücke zu gebrauchen, hat die hier herrschende Verwirrung verschuldet.) Dem entsprechend werden auch S. 393 יצרי ומהשבי verbunden wie bei A. b. D. .מדמה ומחשב י) Aristot. de anim. III, 3. 423 a, 11. al fisv (sc. alGd'rjGsig) äXydslg äsl, at de (pavmacac ycvovrac av 71XeCovg ipevdeig. Metaph. IV, 5, 1010. b, 2. ovd’ 7] ac^rjciLg ifievdrjg rov iSCov iüuv *?JJ f (favraata ov mvrdv tTj al&&1rj(fec.

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