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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1878-01-01 · Heft 3 · p. Seite 110

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
27 (1878)
Issue
Heft 3
Article
Die Religionsphilosophie des Abraham ibn Daud aus Toledo
Date
1878-01-01
Page
Seite 110 (sequence 1)
Language
German
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110 Die Religionsphilosophie des Abraham ibn DaUd aus Toledo. Aie Keligionsphil'osophie des Ubraham ibn Aaud aus Hol'edo. Ein Beitrag zur Geschichte der jüdischen Religionsphilosophie und der Philosophie der Araber. (Fortsetzung.) Viertes Kapitel. I. Die Grundbegriffe der Physik und Metaphysik. 6. Die Bewegung. Der Begriff der Natur. Der erste Beweger. Der Begriff des Unendlichen. Auf die Darstellung der Lehre von Form und Stoff folgt, wie bei Aristoteles, so auch bei A. b. D. die Lehre von der Bewegung. Unter Bewegung, sagt A. b. D., versteht man zunächst, in der volksthümlichen Bedeutung dieses Wortes, eine Veränderung des Ortes oder der Lage * *). Im weiteren Sinne gefaßt, schließt jedoch der Begriff der Bewegung außer der Veränderung des Ortes und der Lage auch noch die stetige und stufenmäßige Veränderung der Quantität und Qualität in sich ein 2). Dahingegen wird eine plötzliche, nicht in stufenmäßigen Uebergängen sich vollziehende Veränderung, gemeinhin nicht als Bewegung bezeichnet *). Unter dem Ausdruck: natürliche ') Em. Ram. S. 17 Text, deutsche Uebers. S. 24. *) Em. Ram. S. 13 Text, deutsche Uebers. S. 19: S. 17 Text, deutsche Uebers. S. 24. *) Diese Bemerkung geht auf die von Aristoteles ausgesprochene Ansicht zurück, nach welcher das ״Entstehen und Vergehen" der Dinge zwar als eine Veränderung/ nicht aber als eine Bewegung zu betrachten sei. Vgl. Zeller. Philos. d. Griechen II, 2. Abth. S. 265; das. S. 290. Anmerk. 1. Jbn-Stna (bei Schahrestäni II. S. 287): ״Und das Entstehen der Substanz und ihr Vergehen geschieht nicht vermittelst einer Bewegung, sondern das ist eine Sache, die mit einem Schlage da ist".

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