Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 26 (1877)
- Issue
- Heft 10
- Article
- Zur Geschichte und Chronologie Agrippa's II, der Procuratoren und der Hohenpriester seiner Zeit
- Date
- 1877-01-01
- Page
- Seite 455 (sequence 13)
- Language
- German
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der Proruratoren und der Hohenpriester seiner Zeit. 455 gehabt Habers in! Gegensatz zu den Hpp. seiner Zeit, welche, von den Königen gewählt und wieder abgesetzt, nur eine kurze Zeit, aber nicht 6<d ßtov fnngirt habein So hat Combefts diesen Passus verstanden (Aimotatio zur St.): ״(hä ßCov. ita dietum Josepho suae aetatis morem respisciente, qno pontifices non <hä ßtov per omnem vifcam illatum nranere fungebantur, sed paene 65' imevrov, an 11 ui, saepe pontifices erant“. Wir haben also eineu einigermaßen faßbaren Anhaltspunkt für die Abfassungszeit des IV. Makkabb., welches sonst nichts dafür bietet. Freudenthal hat dieses Argument dadurch zu erschüttern gedacht, daß er eine Textäuderung anninimt, daß nach i'xovra das Wort övnx zu suppliren sei hPseud. Josephus S. 81 und 167, Nr. 15). Diese Eniendatiou ist aber unannehmbar, weil sie das Zeitverhältniß (hä ßtov zu dem Folgenden ziehen muß: öui ßtov xaXdv xai ayattov a6׳1׳p«, Onias sei durchs ganze Leden hindurch ein vortrefflicher Mann gewesen. Das wäre aber ein überflüssiges Lob. Denn wenn einer Person das Epitheton der xukoMvfuUia beigelegt wird, so wird ohne Weiteres vorausgesetzt, daß sie diese Eigenschaft stets besessen und nicht etwa einmal im Leben ihr untreu geworden. Man muß also bei der L.A. des gegenwärtigen Textes bleiben, und diese giebt, wie gesagt, über die Absassmigszeit dieser Predigt eine willkommene Handhabe, einmal, daß sie während der Periode gehalten wurde, in welcher absetzbare, ephemere Hpp. fungirt haben, also in der Zeit von H e r o d e s abwärts und dann, daß sie der Zeit angehört, in der es noch Hohepriester gab, also noch zur Zeit des zweiten Tempelbestandes. Damit wäre die Annahme bestätigt, daß dieses Buch dem ersten christl. Jahrh. angehört, d. h. etwa der Zeit von 30 vor bis etwa 66 nach. Dieser ausgedehnte Zeitraum läßt sich noch mehr einschranken. Freudenthal hat in seiner trefflichen Monographie