Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1877-01-01 · Heft 10 · p. Seite 442

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
26 (1877)
Issue
Heft 10
Article
Das Korbfest der Erstlinge bei Philo
Date
1877-01-01
Page
Seite 442 (sequence 10)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
85% known words query
IRI
…/2829132-2829486-2829497-2870259--17707-2870278
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

442 Das Korbfest der Erstlinge bei Philo. zwischen Philo und Lysimachos, welcher nach Eusebius' Zeugniß eben so wie das erste Buch äs providentia die Überschrift ״Alexander" hatte, wenn dieser Dialog demselben Vers, augehört, wie es den Anschein hat, so zeigte er große Verworrenheit in dem Vewaudtschaftsverhältnisse Philo's mit Alexander und Lysimachos. Kurz, es ist ganz unmöglich, daß diese drei Schriften, welche Geistesarmuth verrathen, Philo's Geisteskinder sein sollten. Allerdings der Verfasser des zweiten Buches äs providentia giebt sich als Philo aus. Er spricht von seiner Reise nach Jerusalem über Askalon, um im Tempel zu beten und zu opfern (bei Eusebius praepar. p. 398 B.): yevop,evoc. iv ravcrj (’Affxd/tmvL) xatf ov %q6vov elg xd narowov ieqov trrxeÄÄG/j/qv, svt-öfievog re xal d-vffmv, (bei Ancher §. 107 p. 116): fui ego ibi tempore, quo in patriae templum mittebar ad orationem hostiasqne afferendas. Auch die Schrift de animalibus giebt sich als eine Philonische aus. Sie spricht nämlich von seiner Gesandtschaft nach Nom (Ancher p. 54 p. 152): Etenim ego etiam quando per legationem adii Bomam. Aber alle diese Angaben können nicht die Ueberzeugung beibringen, daß diese Schriften echt Philonisch sein sollen. Jedenfalls geht auch daraus hervor, daß Philo eben so einst eine Reise nach Jerusalem gemacht haben muß, wie nach Rom. Denn da es dem pseudonymen Vers, daran lag, seinen Geistesprodukten Philo's Namen zu geben, und er diese Verfasserschaft durch Momente aus Philo's Leben bestätigen wollte, so muß es in dem Kreise, für den er geschrieben hat, bekannt gewesen sein, daß Philo eben so in Jerusalem war, wie daß er als Gesandter nach Rom delegirt gewesen ist. Die echt Philonische Schrift de teste Cophini, welche einen Theil seines Werkes de 8peeialibn8 legibns bildet, giebt uns an die Hand, zu welcher Zeit er in Jerusalem geweilt hat.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.