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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1877-01-01 · Heft 9 · p. Seite 406

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
26 (1877)
Issue
Heft 9
Article
Zur Geschichte und Chronologie Agrippa's II, der Procuratoren und der Hohenpriester seiner Zeit
Date
1877-01-01
Page
Seite 406 (sequence 6)
Language
German
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406 Zur Geschichte und Chronologie Agrippa's II, Jurisdiktion seines Gegners gehörten, heimlich begünstigt. Darauf schritten die Galiläer zur Selbsthilfe und forderten den Zelotenführer Eleasar Ben-Dinai auf, gegen die Samaritaner zu ziehen. -- Diese wurden wieder von Cumanus anfgestachelt ״den Unterthanen seines Gegners Schadetl zuzufügen". Die Galiläer mit Ben-Dinai (und Alexander) verbrannten einige Dörfer der Samaritaner an der Grenze von Akrabatane. Darauf bot Cunianus die römische Militärmacht auf, und es kam zum Kampf, wobei, wenn auch die Judäer eine vollständige Niederläge erlitten, römische Soldaten, wie sich denken läßt, umgekommen sind. Das will eben Tacitus mit dem Passus sagen: quum arma militum interjecissent, caesi milites. Eben deßwegen hat Quadratus, welcher die Streitsache untersuchte, die gefangenen Judäer (nach j. K. achtzehn an der Zahl) hinrichten lassen, weil er darin eine Auflehnung gegen die Majestät des römischen Staates erblickt hatte — (nach Alterth. hat er sie kreuzigen lasten). Quadratus wollte aber die Verantwortlichkeit dieses erbitterten Proeesses nicht übernehmen und wies ihn an den Kaiser selbst. Warum? Weil es sich in letzter Instanz nicht um Galiläer und Samaritaner, sondern um die beiden einander feindlichen Procuratorsn handelte, und beide am Hofe Protektoren hatten. Cumanus mußte sich in Rom einfinden und zwar als Angeklagter. In dem Proceß, zu dessen Entscheidung der Kaiser selbst eine Gerichtssitzung anberaumte, sollte also im Grunde entschieden werden, welcher von den beiden Landpflegern der Urheber des Genretzels und in weiterer Folge des Todes römischer Soldaten war. Beide machten daher die größte Anstrengung, eine Entscheidung zu ihren Gunsten herbeizuführen. Für Cumanus und die Samaritaner arbeiteten einige Freigelassene des Kaisers, gegen sie Agrippina, die Kaiserin, auf Agrippa's warmen Verwendung (Jos. Alterth. das. ll, 3):

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