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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1877-01-01 · Heft 8 · p. Seite 342

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
26 (1877)
Issue
Heft 8
Article
Zur Geschichte und Chronologie Agrippa's II, der Procuratoren und der Hohenpriester seiner Zeit
Date
1877-01-01
Page
Seite 342 (sequence 6)
Language
German
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342 Zur Geschichte und Chronologie Agrippa's II, fixiren lassen, Münzen mit dem Vespasianskopfe aus Agrippa's Regierungsjahren 26, 27, 29, welche über das Todesjahr dieses Kaisers hinausreichen, ferner Münzen mit dem Tituskopfe aus den Jahren 14, 19, 26,29 Agrippa's, während Titus nur zwei Jahre regiert hat, endlich andere Münzen unter Domitians Regierung geprägt, auf welchen die Bezeichnung 2eßaar6g — Augustus — fehlt. Eckhel hat bereits einen Theil dieser Räthsel zu lösen versucht. Madden hat ihnen eine eingehende Untersuchung gewidmet in seiner history of jewish coinage p. 115—133. Th. Mommsen hat einiges in diesem Chaos gelichtet (in Huber-Karabacek, numismatische Zeitschr. Ili. B. Jg. 1871 S. 451 fg.). Madden ging von dem richtigen Gesichtspunkte aus, daß die Agrippa-Müuzen nach verschiedenen Regierungsan säugen. oder A 6 r e n dieses Königs datirt sein müssen. Agrippa war nämlich zuerst Köiüg von Chalkis, später erhielt er Philipp's Tetrarchie Batanäa, Auranitis re., noch später wurde er mit Tiberias, Tarichea, Limas und mit Parcellen von Galiläa und Peräa beschenkt, und zu diesen drei Acren kommt notwendiger Weise noch eine vierte hinzu, die sich aus Münzdaten ergiebt. Madden suchte nun die auffällig datirten Agrippa-Müuzen auf eine dieser vier Aeren zu reduciren, was allerdings leicht angeht, aber eines gegen sich hat- Agrippa war nämlich nicht gleichzeitig König von Chalkis und von B a t a n ä a; als er die Tetrarchie erhalten hatte, hatte er Chalkis verloren. Er kann also in späterer Zeit sich nicht einer chalkidischen Aera bedient haben. Aus diesem und anderen Gründen verwirft Mommsen diese Ausgleichungsmethode: ״In der That wird man sich alles eher gefallen lassen dürfen, als daß Agrippa auf diesen seinen Münzen seine Regierungsjahre nach vier verschiedenen Anfängen gezählt haben soll" (a. a. O. S. 454). Mommsen findet mehr Gefallen an Eckhels Ausweg, daß die Agr.-Münzen mit Vespasian und hohen Zahlen nach

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