Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 26 (1877)
- Issue
- Heft 7
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1877-01-01
- Page
- Seite 333 (sequence 1)
- Language
- German
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Recension. 333 Kecenston. Hebräische Handschriften in Erfurt in ״Symmicta" von Paul de Lagarde. Göttrngen 18? 7. Der Göttinger Professor Paul de Lagarde gehört zu den wenigen christlichen Gelehrten, welche mit wahrer Liebe die jüdische Literatur pflegen. Zwar sieht man jetzt immer mehr ein, wie wichtig das jüdische Schriftthum, besonders die talmudische Literatur für die Sprachforschung ist, welche ungehobenen Schätze da noch verborgen liegen, aber es können sich doch wenige chriftl. Gelehrte dazu verstehen, die großen Schwierigkeiten zu überwinden, welche zur Erlangung dieser Kenntniß verbunden sind. De Lagarde ist seit Jahrzehnten auf dem Felde der jüd. Literatur thätig ') und gleich Re achtln hat er Bedeutendes auf diesem Gebiete geleistet. Es gehört keine geringe Hingebung dazu, das Targum zu den Propheten und Hagiographen mit der Akribie Lagardes herauszugeben. Seine zahlreichen Schriften bezeugen seine große Belesenheit auf diesem Felde. Eine verdiente Anerkennung seiner Leistungen ist es, wenn das ev. Ministerium zu Erfurt sich an ihn als den competenten Beurtheiler um ein Gutachten über die in der dortigen Bibliothek h Die in seinen 1863 erschienenen Proverbien gegebene Änm. S. 30 mag hier ihren Platz finden: ״Mir macht die glsichgültigkeit keinen angenehmen eindrnck mit der die christliche theologie ... die altjüdische litteratnr ocnachlässigt. Das Unvermögen talmnd und midrasch zu verstehen, giebt noch lange kein recht sie zu ignorircn. Freilich wird, wer stch in diese Massen hineinarbeitet, mindestens ein Jahrzehnt hindurch mit der Bewältigung des Stoffes so viel zu thun haben, daß ihm alle Lust vergehen muß, das publicum alljährlich mit einem weltbefreienden licht verbleitenden werk« zu bestrafen".