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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1877-01-01 · Heft 7 · p. Seite 332

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
26 (1877)
Issue
Heft 7
Article
Die Ältesten Israels
Date
1877-01-01
Page
Seite 332 (sequence 3)
Language
German
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332 Die Aeltesten Israels. sollte daher Moses mit denselben anfangen? wozu sie benutzen als in internen Angelegenheiten und wenn wir uns so ausdrücken dürfen, zur Staffage. Die Aeltesten selbst mögen von diesem ״nichts durchbohrenden Gefühle" durchdrungen gewesen sein. Sie hatten nicht den Muth, zu Pharao zu gehen und ihre Menschenrechte zu fordern; sie zogen sich daher, wie die Commentare bemerken, zurück und überließen die Mission ausschließlich Moses und Aron. Mit Ausnahme bei Feierlichkeiten war das Institut der Aeltesten, so zu sagen, in den Hintergrund gedrängt. Ein Mann wie Moses, de»l uns die Schrift, trotzdem ״er im ganzen Haushalte Goltes vertraut war", wiederholt als aufbrausend schildert'), konnte sich am allerwenigsten mit einem derartigen Parlamente zurecht finden, und durfte sich von demselben in seinen Intentionen nicht beirren lassen. Als dann die Magenrevolution ansbrach — der erste Napoleon sagte: C’est le venire qiii fait des revolations — und das Volk lüstern wurde, bemächtigte sich seiner der Kleinmuth. Nun wird wieder das Parlament herbeigerufen. Wie es jedoch scheint, hat ihm dieses auch nichts genutzt. Eldad und Medad, zwei unbedeutende Männer (?), gingen sogar in die Opposition und hielten sich für berufen, den Platz eines Moses auszufüllen. Von da ab haben die Aeltesten ihre Rolle ausgespielt und erscheinen nur noch bei ״Paraden". Wien. G. Wolf. ') Wir bekennen aufrichtig, daß uns stets die Kritik, weiche die h. Schrift an Jacob, Moses, David rc. übt, nicht begeistert hat. Da wird keiner zum Heiligen gemacht, nichts wird ״vertuscht" und wie wir wissen, hat das den Männern nichts geschadet; im Gegsntheil sie stehen nur noch höher da: denn sie erscheinen desto wahrer geschildert. (Aber wo bleibt der ״ עניוSanftmüthig e", ״Ged uldig e", wenn Mose aufbrausend gewesen sein soll? Die scheinbaren Widersprüche sind übrigens leicht zu haben. Anmerk. d. Redakt.)

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