Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 26 (1877)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Zeit der Anwesenheit der adiabenischen Königin in Jerusalem und der Apostel Paulus
- Date
- 1877-01-01
- Page
- Seite 246 (sequence 6)
- Language
- German
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246 Zelt der Anwesenheit der adiabenischen Königin in Jerusalem gesehener Hoherpriester Ananias während der Funktion eines Andern, des Josna b. Damna'i'. Das will also sagen, daß dieser Anania früher Hp. gewesen war. Weiterhin schildert Josephus die gewalthätigen Fehden zwischen dem abgesetzten Hp. Josua b. Damna'i und seinem Nachfolger Josua b. Gamaliel (Gamala) und fährt fort: An Reichthum überragte Ananias, und zwar alle die, welche bereitwillig waren, Sold zu nehmen, gewinnend»). Voraufgehend erzählt Josephus, die Sikarier haben den Schreiber des Tempelhauptmannes E l e a s a r gefangen und in Fesieln abgeführt. Dieser Eleasar sei der Sohn des Ananias gewesen * *). Darum hätten sich die Sikarier an diesen gewendet, den Procurator Albinus zu bewegen, zehn ihrer Genoffen aus den! Kerker zu befreien, und versprochen, unter dieser Bedingung den gefangenen Schreiber zu entlaffen. Aus allen Diesem folgt, daß es vor Josua b. Damnai einen Hohenpriester Ananias gegeben hat. Aber unmittelbar vor diesem ist kein Raum für ihn, auch nicht zwischen diesem und Jsmael b. Phiabi; denn vor diesem hat keiner mehr als I bis 2 Jahre fungirt, zwischen 60—63 Jsmael, Joseph Kabi (Kamyt), An an b. An an und Josua b. Damna'i. Dieser Ananias muß also vor Jsmael b. Phiabi fungirt haben, und dieser ist ohne Zweifel der 28te in der Reihenfolge. Er kann aber nicht identisch mit Ananias b. Nebedal sein, wie die Chronologen seit Uscher annehmen. Denn dann würde immer noch der 28te fehlen, und das Auffallende wäre nicht beseitigt, daß Agrippa II diesen so lange, mehr als zehn Jahre sollte haben fungiren lassen. «) Das. 9, 4. *) Das. 9, 3. nalg <T rp> ovtoc (ö ,Ekea^agog) *Avävov tov ag%t,egswg. Anstatt Anan muß man unzweifelhaft Ananias lesen, da der Name Ananias zweimal in dieser Relation vorkommt, daß die Sikarier sich au ihn gewendet und daß dieser sich bei Albinus für sie verwendet hat.