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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1877-01-01 · Heft 3 · p. Seite 144

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
26 (1877)
Issue
Heft 3
Article
[Rezension]
Date
1877-01-01
Page
Seite 144 (sequence 8)
Language
German
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144 Recenstonen. (5, 15): ״Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter den Scheffel, sondern auf einen Leuchter" u. s. w. (vgl. übrigens Mrc. 4, 21) entsprechen. Trotz des unleugbaren Scharfsinnes ist meines Erachtens die letztere Aufstellung unhaltbar. Denn die ״zwei Maaße" des Sifre, aus denen G. seinen Chomer construirt, sind nichts Anderes als eine sagenhafte Ausgeburt jenes tJxaßo!; mit Denaren, welchen Martha aus dein Hause Boöthos dem zweiten Agrippa *) schenkte, damit er ihren Gemahl Jehoschua ben Gamla zuni Hohenpriester mache. Da sie offenbar dem historischen Maaß, das Agrippa I! (nach Joma 18 a, Jeb. 61 a) als Bestechung empfing, entstammen, so fällt hiermit die Annahme fort, daß sie gleichzeitig der in ei-n Eselsfüllen verwandelte Scheffel seien, unter welchen man nach dem Rath des Evangelisten sein Licht nicht stellen soll. Vielmehr ist und bleibt das im Sifre als Moral angehängte Sprüchwort, wie der Vf. selber auseinandergesetzt hat, nichts weiter als eine Variation des geflügelten Wortes, das im Tractat Schabbat seine Quelle hat. Es ist auch kein Grund ersichtlich, warum die betreffende talmudische Satyrs sich weiter, als auf den Nachweis der Inconsequenz und Charakterlosigkeit des christlichen Lehrers erstrecken sollte. Ist es nicht genügend, wenn Matth. 5, 17 fast wörtlich sich wiederfindet und auch sonst manche Anklänge vorhanden sind? Wozu das Zeugniß des Talmuds pressen, damit es mehr aussage, als es aussagen will? (Schluß folgt.) ') Vgl. Asarjah de Roffi, Jmre Binah c. 21 <ed. Bert.) S. 105 Graetz 111' S. 333, Derenburg, essai S. 248 und meine Abh. über Agrippa II in M. S. XIX, S. 536.

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