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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1877-01-01 · Heft 3 · p. Seite 138

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
26 (1877)
Issue
Heft 3
Article
[Rezension]
Date
1877-01-01
Page
Seite 138 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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138 Recensionen. gen. Selbstredend thut aber dieser allgemeine Mangel dem Werthe jeder mit Fleiß und Gründlichkeit geführten Einzeluntersuchung keinen Eintrag. Das gilt auch von der vorliegenden Schrift Güdemanns, deren bei weitem größter Thsil wichtigen und interessanten Thematen ans dem Bereich der neutestamentlichen Zeitgeschichte gewidmet ist. Sie enthält vier Abhandlungen, deren erste unter dem Haupttitel: ״Mythenmischung in der Hagada" (richtig: Haggadas sieben in die Talmuds und Midraschim übergegangene Mythen nlit allen Hülfsmitteln der historischen Kritik, welche der Vers, mit anerksnnenswerther Gewandtheit anzuwenden versteht, auf ihre Quellen zu prüfen bestimmt ist. Mit Recht hebt er hervor, daß es ״besonders ägyptische und phönikische Götter- und Heroensagen sind, denen man begegnet" (S. 5), und daß die in der Haggada petrificirten Mythen natürlich wiederum ein neues Licht auf die Vorstellungsweise zurückfallen lassen, denen sie entstammen. (S. 7.) An Einzelheiten sei mir gestattet. Folgendes hervorzuheben: Bei dem Thema ״Horns das Kind" vermiss« ich die Hinweisung auf die allerdings späte, aber auch ausgiebigste Be- Nutzung des betreffenden Mythus im Tanchuma (eck. Ben. 50 ck) Absch. Pekude in der Mitte. Der sonderbare Segensspruch zur Weihe des Ehebettes (Tur eben Hasser o. 63) hat nach Angabe Jos. Karo's seine Quelle im Hal. ged. und findet sich daselbst Hilch. Ket. Ans., (eck. Zolkiew) S. 40 ck. Von S. 23—26 setzt der Vf. sehr richtig und scharfsinnig auseinander, daß dem Berichte des Deb. rabb. gegen Ende über Moses Tod der ägyptische Mythus von den vier Todtengenien, der auch bei den Gnostikern Aufnahme gefunden hat, zu Grunde liege. Wenn er aberS. 24 (vgl. S. 121)meint: ״doch früher, als im Gnosticismus und Christenthum, wenn auch in späterer Aufzeichnung, finden wir diese Vorstellung im Judenthum", so muß ich bekennen, nicht zu wissen, ans welchem Grunde denn derartiges früher

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