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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1877-01-01 · Heft 3 · p. Seite 116

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
26 (1877)
Issue
Heft 3
Article
Mardochai ben Hillel, sein Leben, seine Schriften und die von ihm citirten Autoritäten
Date
1877-01-01
Page
Seite 116 (sequence 9)
Language
German
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116 Mardochai ben Hillel, weil der Lehrer die Geistesrichtung des Schülers zu beeinflnsien pflegt, sondern mehr noch deshalb, weil die Antoritäten, welche dem Lehrer als solche gelten, und die gelehrten Kreise, in welchen der Lehrer sich vorzugsweise bewegte, naturgemäß auch für den Schüler jene Autoritäten Und jene Kreise werden, die ihm am nächsten liegen und die er zumeist zu berücksichtigen pflegt. Gerade dieser Umstand aber ist für die richtige Beurtheilung und Benutzung des großen Hauptwerkes des Mardochai von besonderer Wichtigkeit, wenn die Namen der zahlreichen Autoritäten und Schriftwerke, die hier oft ohne jede genauere Bestimmung angeführt sind, genauer fixirt werden, um nicht zu Verwechslungen und Jrrthümern Anlaß zu geben. Der Hauptlehrer des Mardochai, den sämmtliche literarhistorische Quellen als Solchen bezeichnen, war Me'tr b. B aru ch, nach dem Orte seiner Wirksamkeit als Rabbiner gewöhnlich Me'tr ».Rothenburg (an der Tauber) genannt, obwohl er aus Worms stammte'). Mardochai führt ihn fast auf jeder Seite seines Buches mehrmals an, und zwar nie, ohne dem Namen M e '< r das Epitheton ״mein" oder ״unser Lehrer"a) hinzuzufügen, mit welchem er ihn mitunter auch ohne ihn zu nennen, bezeichnet 8). Dieses Epitheton * * * 4) ist, wie die Enphemie ׳) Zunz, Ritus, S. 69 u. Lit.-Gesch. S. 357. *) B. u. W. haben regelmäßig מורי רבי׳ מאיר מור״בם, seltener: .מורי הרב רבי מאיר - מהר״ם ״) Z. B. Baba-batra III. 538, Ed.אומר ר בינו מאיר, B. מור י נו אימר; vgl. Erub. I. 475 u. Taan. I. 623. 4) Der dem Tractate Berach., ed. Soncino 1464, beigedruckte Mard. hat in der Regel noch מור״מ (ob, Anm. 2) die gewöhnlichen Edd. aber lesen zumeist הר׳׳מ oder ־׳ מאיר, wie auch M. meistens hat! vgl. Ja d- Male ach i (cd. Berlin) II. S, 138 a Ende, מורי berechtiget übrigens nicht ohne Weiteres zu der Annahme, daß damit Jemand auch wirklich als L e h r e r bezeichnet werden soll. Im directen, besonders im schriftlichen Verkehre ist es bloße Titulatur, welche sogar der Großvater seinem Enkel beilegt: vgl. Ga. von CH ajim Or-S arua, Nr. 165 לנכדי מורי.

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