Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 26 (1877)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Mardochai ben Hillel, sein Leben, seine Schriften und die von ihm citirten Autoritäten
- Date
- 1877-01-01
- Page
- Seite 109 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2829132-2829486-2829490-2869840--17334-2869863- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
sein Leben, seine Schriften Md die von ihm eitirten Autoritäten. 109 allerdings auf den Raben zurückzuführen ׳ da dieser aber auch der Stammvater Ascheris mar * 1 * * * * *), so stehen diese Beiden in einem, allerdings sehr entfernten, verwandtschaftlichen Verhältnisse zu einander. In einem ähnlichen, wenn auch etwas näheren, Verhältnisse hat Mardochai auch zu Ephrajim b. Nathan, einem seiner Lehrer, gestandena). Den Namen seiner Frau, S e l d a, hat uns das Mainzer Memorbuch aufbewahrt 8). Zur Zeit seines Todes hatte er mindestens fünf Kinder *); einer seiner Söhne war Joseph, der Vater des Jechiel, der ein umfangreiches Klagelied (s. wb. S. 108) verfaßt hat. Ueber seine sonstige Familienbeziehungen bringen die verschiedenen literar-historischen Werke die verschiedensten, zumeist irrigsten Angaben. So gilt er allgemein als Schwiegers o h n Iechiel' § v. P a r i s ö); doch rührt die Stelle in sei- Großvater, sondern auf Mard. selber zu beziehen, der demnach mütterlicherseits Enkel des Elieser b. Joöl gewesen wäre. Zwischen diesem, der in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts noch lebte, und zwischen Mard., der am Ende dieses Jahrhunderts (s. weiter) starb, scheint nämlich ein zu kurzer Zeitraum zu liegen, als daß Ersterer Ur-Urgroßvater des Letzteren sein könnte. Aber Elieser b. Joel hat ein hohes Alter erreicht (s. Maimumot Ga. קנין Nr. 16 gegen Ende: מורי׳ ה י ש י ש אבי״ה), konnte also, obwohl er nock im I. 1223, gewiß schon im vorgerückten Alter, Mitglied der Mainzer RabLinersynode war (vgl. G r a e tz , Gesch. Vll. S. 259) \n der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts schon eine Tochter, eben die Urgroßmutter des Mard. haben. Man kann auch unmöglich annehmen, daß Mard. sein nahes verwandtschaftliches Verhältniß zu Elieser b. Joel consequent verschwiegen haben würde, wenn er zu diesem von ihm so häufig angeführten Namen hätte hinzufügen können: זקיני, was zu thun Elieser b. Joel selber fast nie unterläßt, wenn er von seinem Großvater, dem Raben, spricht. Vgl. ob. S. 81. l) Zunz, a. a. O. das. ף S. den folg. Abschnitt. *) Auerbach, a. a. O. S. 15. *) Auerbach, a. a. O. das« °) Vgl. Schalschelet, S. 45 d; Kore 24a; Carmoly, 1a France israelite, S. 40, auch Steins chneider, Catalog. das.