Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 26 (1877)
- Issue
- Heft 2
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1877-01-01
- Page
- Seite 93 (sequence 2)
- Language
- German
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Recensionen. 93 gisches Interesse ein. Gleichwohl darf diese darum nicht dem ״Sturme in einem Glase Wasser" verglichen werden; denn die durch das Frankel'sche Werk in seiner Totalität, wie in seinen Elnzelnheiten gebotene Anregung war und blieb bedeutend, bedeutend innerhalb derjenigen Grenzen, welche die wisienschastliche Richtung des Verfassers derselben von vorne herein hatte stecken wollen. Durch vorurtheilsfreie, sachgemäße Prüfung die bereits gewonnenen Resultate erhärten, durch Einhalten der bewährten Methode neue Erkenntnisse von der sopherischen und tanaitischen Epoche und deren Schriftthume schaffen und den Kreis der Forschung allmählich immer weiter und weiter auf amoräische und gaonäische Kreise ausdehnen, dazu sollte die ״Hodegetik" den Weg weisen. Und sie hat diese Bestimmung mehr als erfüllt. Sie glich nicht allein dem Wegweiser, der an der Straßenecke stehen bleibt, sondern dem eine gute Strecke Weges geleitenden Führer, und ihrer Führerschaft konnten selbst diejenigen sich nicht völlig entschlagen, welche — wie der Verfasser vorliegender Schrift — zu den Resultaten Frankel'scher Forschung skeptisch oder, wie Ander«, gar gegensätzlich sich verhalten. Im Laufe dieses Jahres sind drei Arbeiten erschienen, welche die vorausgeschickten Bemerkungen rechtfertigen. Während Herr Rabbiner Brüll in seinem מבוא המשנה dem eigenen Geständnisse gemäß sich aufs Innigste an רדבי המשנה anlehnt, während Herr vr. I. Levp in dem allgemeinen und größeren Theil seiner Arbeit ״über die Fragmente der Mischna Abba-Sauls" dem unvergeßlichen Lehrer ein Denkmal errichten wollte, geht Herr Lector I. H. Weiß in dem hier zu besprechenden zweiten Theile seines הר דור ודורשיו, welcher den Zeitraum von der Zerstörung des zweiten Tempels bis zum Abschluß der Mischna umfaßt, in viel unabhängigerer Weise seinen Weg. Wenn der erste Theil dieses größer angelegten Werkes bereits bedeutende Anerken-