Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 26 (1877)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Mardochai ben Hillel, sein Leben, seine Schriften und die von ihm citirten Autoritäten
- Date
- 1877-01-01
- Page
- Seite 80 (sequence 8)
- Language
- German
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80 Mardochai ben Hiltet, Samuel Schlettstadts nichts desto weniger fagtE), der Vater des Mardochai habe Josef geheißen, und Jechiel Luria diese, offenbar auf einem Schreibfehler beruhende Notiz*), im Seder ha-dorot wiederholts); so ist das nur bezeichn nend für die Unsicherheit und für die Widersprüche, denen wir in fast allen Angaben über den Mardochai begegnen. In dreien seiner Schriften*) nennt er sich selber Mardochai ben Hillel, so nennt ihn auch sein Schwager Me'tr ha Cohen (s. weiter) und sein Enkel Jechiel b. Josefs). Doch hat er sich הילל p geschrieben * * * 4 * * * 8), die jetzt recipirte Schreibung הלל ist jüngeren Ursprungs^). Ueber seinen Vater ist sonst Nichts bekannt als daß er ebenfalls ״ben Hillel^ hieß 8), was darauf hinzudeuten ') S. Benjacob, DebarimAttikimII. S. 8, Aum. 23. *) S. a. 0. O. das. und Steinschneider, Catal. das. *) S. das. (ed. Karlsruh) I. S. 133 b. Die dort angeführte Notiz ״aus einer alten Handschrift" ist offenbar dem von B e n j a c o b (s. die vor. Anm.) edirten Ms. entlehnt. 4) So in dem Akrostichon seiner Selicha (vgl. ob. S. 79 Anm. 2.), in seinen הלכות שחיטה und in seinem Gedichte über die Vocale lvgl. weiter Abschn. IV.). Der Name Hillel läßt sich in der Familie des Mard. bis zu Elieser b. Natan zurückverfolgen, der in seinem Eben Ha-Eser (s. das. S. 31 a und 37 b, 2 Mal) wiederholt einen קרובי ר' הילל anführt. 8) S. Zunz, Lit.-Gesch. S. 508. °) So in seinen ob. Anm. 4 erwähnten Schriften in einem öfter wiederholten Akrostichon; vgl. Catal. Oppenh. (Kohel. David) 8° Nr. 178. Auch Me 1 r h a - Cohen schreibt (Hagahot Maimuniot zu הילב' אישות IX, 1.) מ' בן הילל, ebenso das handschriftliche Mainzer Memorbuch (v. Auerbach ברית אברהם S. 15, wie denn im 13. Jahrh. in Deutschland die Schreibung הילל die gewöhnliche ist (vgl. Maimuniot Ga. משפטים Nr. 7,ßespp. des Meir v. Rothenb., ed. Cremona Nr. 23 und 205 und ed. Prag Nr. 143), was wohl mit der oben (S. 34) hervorgehobenen Eigenthümlichkeit der Deutschen, immer plsns mit י zu schreiben, zusammenhängt. Auch Raben schreibt den Namen seines Verwandten immer הילל; s. oben Anm. 4. י) Der Erste, der הלל schreibt, ist sein Enkel Jechiel; s. Zunz a. a. O. das. Ueber הילל und הלל vgl. Ephrajim Sälman M a r g o l i o t, אות ה/ טיב גיטין (ed. Lemb. 1859, S. 12 b.) •) Zunz a. a. O. das.