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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1876-01-01 · Heft 12 · p. Seite 510

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
25 (1876)
Issue
Heft 12
Article
Ein handschriftliches Schreiben des Scheschet Benveniste über Maimuni's Wirksamkeit
Date
1876-01-01
Page
Seite 510 (sequence 2)
Language
German
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510 Ein handschriftliches Schreiben des Richter-Rabbiner ihre Entscheidungen bem Talmud oder dem in chaldäischer Sprache abgefaßten Codex des Alfaßi entnahmen, waren die Laien nicht im Stande, sich ein Urtheil über die Proceßerkenntnisse zu bilden. ״ e;י;;'־ Da -erschien Maimuni's M i sch n e; T h 0 r a oder J a d ha-Chasaka und änderte mit einem Male die Sachlage. Dieser Codex ist in leichtverständlichem Hebräisch geschrieben, hat eine^ lichtvolle, Ordnung, welche es jedem Hebräisch-kundigen Laien ermöglicht, sich selbst daraus zu belehren, und die Entscheidung zweifelhafter Rechtsfälle daraus zu entnehmen. Und das einfache Hebräisch verstanden damals in Spanien sehr viele jüdische Laien, und sie unterschieden sich darin vortheil- Haft von der katholischen Laienwelt, welche meistens überhaupt nicht lesen, und noch viel weniger ihre Religionsschriften verstehen konnte. Diese durch Maimuni's Codex ermöglichte Controlle über Proceßentscheidungen von Seiten der Richter-Rabbiner ärgerte diese; sie erblickten darin die Beeinträchtigung ihrer Zunftgelehrsamkeit und eine Schmälerung ihres Ansehens. Das Gepolter gegen Maimuni's Rechtgläubigkeit von Seiten der Finsterlinge, wie sie von der maimunistischen Partei genannt wurde, die Parteigänger der Obsuxanteu Me'!'r Abulafia und Mose Rachmani, war nicht ehrlich; es steckte Zesuitismus dahinter. Darüber giebt ein interessantes Schreiben des Sch e s ch e t Benveniste aus Barcelona Ausschluß/ das veröffentlicht zu werden verdient. Es stammt aus der Sammlung des seligen Carmolp, Nnd Herr Raphael Kirchheim hat eine Copie davon entnommen. Dieser Scheschet BenveNiste war eine hochangesehene Persönlichkeit seiner Zeit. Er wird ״Hochgestellter", genannt. Er war Arzt und wurde am Hofe des Königs von Äragonien zu diplomatischen Geschäften verwendet. Seine Zeitgönossett waren seines Lobes voll. Dieser Laie hat die Her-

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