Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 25 (1876)
- Issue
- Heft 10
- Article
- Entstehung und Werth der Megillat Taanit
- Date
- 1876-01-01
- Page
- Seite 414 (sequence 5)
- Language
- German
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** V^Vi'/' י״*, יי-׳ v *^*4-^־ ־■?: gleichnng der verschiedenen Referate über das in der Mischnah (Taanit 3, 8; babl. Id ») erzählte Ereigniß, welches der Scholiast auf den 20. Adar bezieht. Er hat seinem Bericht die Bormtha Taanit 22 a zu Grunde gelegt und die in der Voraitha fehlenden Stellen (z. B. אטר להם צאו והכניסו תנורי פסחים) ans der Mischnah ergänzt'): Eine Stelle aber verräth deutlich,- . daß er auch den jerusalemischen Text vor sich gehabt hat. Nach-, - dem nämlich erzählt ist, daß und wie Onias um das Aufhören, des Regens gebetet hat, heißt es im Scholion wörtlich weiter:) :;מיד נשכה הרוח ונתפזרו העבים זורחה החטה ונחגג בה הארץ ויצאו הכל לשרה וראו את המדבר שהיא מלא כטהין ופטריות. Das stimmt aufs Genaueste mit der Relation des Jeruschalmi, die wie folgtlautet (Taanit 3, 11; f. 66 6): מיר נשכה החח ונתפזרו העבים וורחה החמה ונתנגבה הארץ ויצאו וטצאו טרבר מלא כמהין. Ganz abweichend jedoch sowohl in den Wendungen als im Inhalt lesen wir im Babli nach den beiden Münchener H.S.S., dem En Jacob W und Jalkut:-;פיר נשבה הרוח ונתפזרו העבים זזרהה החמה ויצאו וראו הר הבית שהוא מלא כמהין ופטריות י. Die gewöhnliche Lesart stimmt ) hiermit überein. Nur die Schlußworte sind ein wenig anders) ויצאו העם לשדה והביאו להם כטהין ופטריות *). Auch hier läßt sich die Variante des Scholions jedenfalls am einfachsten aus der Bekanntschaft mit dem Wortlaute des Jeruschalmi erklären. Mitunter hat der Scholiast sich darauf beschränkt, verschiedene fragmentarische Darstellungen über Glaubensverfolgungen ■A mit einem Hintergrunds aus der hasmonäischen Zeit zu - ver- ') Ich habe die Bemerkung gemacht) daß der Text der bab. Gemara, :Mxdem Scholiasten Vorgelegen hat, viel öfter mit den von RabbinoivicD edirten Münchener Lesarten, — Schmilz hat übrigens auch dieses für die , Textkritik unentbehrliche Hülfsmittel unbenutzt gelasten — als mit den; vulgären übereinstimmt. Dadurch erklären sich auch in der vorliegenden; Stelle des Scholions manche Abweichungen in der Diction von unserem^ Boraitha-Text. ׳ .- ׳ •| *) Eine andere Wendung des Schlusses findet sich noch Wajjikra rabk . '- ö.; 2Ü« ,!j7