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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1876-01-01 · Heft 10 · p. Seite 389

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
25 (1876)
Issue
Heft 10
Article
Die Höfe und Thore des zweiten Tempels
Date
1876-01-01
Page
Seite 389 (sequence 5)
Language
German
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eine arHamogriHe umeriucgung. 00* einer Stelle auf drei Ellen und an einer andern auf eine Elle angiebt (^ntig. VIII, 3, 9): nsqießaXe 68 xov vaov xvxX1$ yetcrov י) f.1hv xma xryv imxdqiov yX&xxav, Oqtyxdv 68 71aqy c,ElXr!(fL X8y0[18vov, 8lg xq8Zg n71%8 0g avayaywv xd vipog, siq^ovxa {1ev xovg noXXovg xtjg 8lg xd osqdv elgö60v. Dagegen B. J. (V, 5, 6) : n8qi8ax8(pe öö xdv re vaov xal xdv ßcofotov evXMv xo (xal) %äqt8v ystacov, oaov 71׳r!%v atov vipog, 0 6c8Zqysv e£(vxeqoj xdv 6rjf,i0v and xwv lsqbwv. Die erste Angabe gilt zwar vom Salomonischen Tempel; allein da in der Schilderung desselben in der Bibel nichts von dieser Schranke erwähnt wird, so ist kein Zweifel daran, daß Josephus die Einrichtung im Herodianischen Tempel auch auf den Salomomischen übertragen hat, weil es ihm undenkbar schien, daß/ in diesem nicht auch die scharfe Scheidung zwischen Priestern und Laien vorgezeichnet gewesen sein sollte. Hierbei zeigt sich aber auffallend die ganze Umzuverlässigkeit seiner Ueberlieferung. Bei der Erzählung von dem Aufstande des Volkes gegen Alexander Janna'1 berichtet Josephus (An. XIII, 13, 5): Dieser König habe zuerst in Folge des Aufstandes eine Holzschranke um Altar und Tempel anbringen lassen, welche den Zugang des Volkes zu diesem Raum absperren sollte: Aqvya'xxov 6 8 %vXwov nsql xdv ßwfjtov xal xdv vaov ßaXXöfievog ßsxqc r°v &Q&y%ov (?), eig ov {idvocg igrjv xoZg tsqsvöcv 8lgt8vat, xovxcp xrjv xov, nXrj&ovg in’ avxov anecpqaxxev ugoöov. Wenn also erst Alexander diese Scheidewand gemacht hat, so hat sie also im Ze- 9 Ueber das Wort ystcov, oder wie andere Texte haben yelaov, ysfoiov, ist viel gerathen worden, ob es hebräischen, syrischen oder griechischen Ursprungs sei, weil Josephus es als einheimisches Wort bezeichnet. Nun er hat es allerdings für hebräisch gehalten, weil er dabei an גזית gedacht hat. Für uns ist es nicht zweifelhaft, da es bei klassischgriechischen Autoren vorkommt, und Derivata angesetzt hat: ysZm^a, ydöotGLg, yecaCriovg, yecacnod^oj, daß es nicht aus dem Hebräischen oder Semitischen entlehnt ist. Ob es ein karisches Wort ist, wie Stephanus Byzantinus behauptet, muß erst erwiesen werden.

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