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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1876-01-01 · Heft 9 · p. Seite 348

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
25 (1876)
Issue
Heft 9
Article
Die Abfassungszeit des Pseudo-Aristeas
Date
1876-01-01
Page
Seite 348 (sequence 12)
Language
German
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׳׳P|eu00^tl]te£t25. ׳׳׳_׳.'־_. :r:7';: fes ergiebt sich noch ein anderes Resultat. Cobet, Schmidt und Kurz haben nachgewiesen, daß der Vers, in der griechischen Diktion nicht heimisch war. Er schreibt unbeholfen und gebietet durchaus nicht über den vollen Wortschatz der griechischen Sprache. An zahlreichen Stellen kann er den Barbaren nicht verleugnen (Schm. S. 9). Seine Sprache ist durchweg geziert) als wollte er. durch Pomp die Armuth seiner Diktion decken. Die Vermeidung des Hiatus in seiner Schreibweise, welche Schmidt festgestellt hat, braucht nicht grade auf -einen Umgang mit Ioniern hinzuweisen, sondern verräth ebenfalls Gesuchtheit und Ziererei. Diese ungriechische Schreibweise beweist, daß die in Aegypten und sogar in der Hauptstadt wohnenden Judäer bis im Anfang des ersten christlichen Jahrhunderts in der griechischen Stylistik fremd waren, daß ihre Schriftsteiler, selbst da, wo sie eine griechische Maske Vornahmen, sich durch Wortgebrauch und Redewendung als Fremdlinge verriethen. Bei Beurtheilung der judäisch-hellenistischen Literatur darf dieses Moment nicht außer Acht gelassen werden. Philo ist der einzige, welcher das Griechische mit tadelloser Correktheit gebraucht. Dagegen verrathen nicht bloß der jüngere Sirach, welcher es mit der mühsamen Arbeit der Uebersetzung aus dem Hebräischen zu thun hatte, sondern auch die Vers, des zweiten und dritten Makkabäerbuches die geringe Geübtheit in der griechischen Darstellungsweise. Jncorrekt schrieben auch noch die ältern Schriftsteller Demetrios Eupolemos und besonders Artapan, obwohl ihre Sprache durch Alexander Polyhistors Ueberarbeitung hin und wieder gefeilt erscheint. Einen correktern griechischen Styl zeigen nur das Buch der Weisheit und das iV Makkabäerbuch. Daraus folgt erstens, daß die alexandriniichen Judäer nicht so frühzeitig, wie man gewöhnlich annimmt, griechisch geschrieben haben können. Hätten sie sich bereits im )ritten Jahrhundert auf die Handhabung des griechischen Styles »erlegt und sich nach Mustern umgesehen, so wären sie nicht

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