Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 25 (1876)
- Issue
- Heft 7
- Article
- [Rezension] / rz.
- Date
- 1876-01-01
- Page
- Seite 287 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Recenstonen. 28- Abrede gestellt werden, daß es von Nutzen sein würde, wenn man rnsere Tostfta, die so sehr korrumpirt ist, danach emendiren nöchte. So z. B. wäre mit ganzer Bestimmtheit Berach. 2, 10 statt שורה הרואה את הפנימית zu lesen: שורה-הפנימית הרואה את הפנים; Schebiit 6, 2 statt מפררין רטונים לעשות פריך zu lesen: לעשות פריר■ U. dgl. Aber dies soll uns nicht abhalten, auch die Stellen anzü» führen, wobei wir mit dem V. nicht übereinstimmen. S. 25 Änm. 30 wird ein Unterschied gemacht zwischen ע»?; ל י י und ° עמק 3 ־; das letzte soll heißen ״sich mit etwas beschäftigen", das erste ״sich ans etwas vorbereiten". Dies scheint aber eine ganz willkürliche Annahme zu sein, denn 1. kommt עמק mit ל in' den talmudischen Schriften nicht vor, 2. führt Jeruschl Berach. 6a die Tostfta mit עמק 3״ an, 3. wird in Babli Ber. 19a daran die Bemerkung geknüpft, es sei zu' unterscheiden, ob die Leiche am Orte ist oder nicht. Es kann demnach nur von wirklichen Leichenreden die Rede sein, nicht von einer bloßen Vorbereitung dazu. Die Hdsch. scheint das ל von dem späteren מפסיקין לק״ש ולתפילה" auch zu להספד gezogen zu haben. S. 41 bei der Erklärung des Wortes מינץ läßt sich der V. auf eine Begriffserklärung von העולם הפא ein; er meint, die Juden.hätten darunter allgemein die Zeit des Messias verstanden, und da die ersten Christen behaupteten, der Messias ■sei bereits gekommen, so hätten sie als Gegenbehauptung die Formel וער עולם״" eingeführt. Aber wie schon die Alten bemerken (s. Nachmani Schaar Hagmul) dachte man sich unter עולם ה3א die עולם הנשמות, wo die Seele ihren Lohn erhält und die Strafen für die Sünden verbüßt. Sie ist -demnach individuell, dem einen bringt sie mehr oder weniger Freude, dem andern mehr oder weniger Leid, während an der Messiaszeit die Gesammtheit gleichmäßig theil nimmt. Die Christen leugneten keineswegs das Jenseits, im Gegen- ■seil sie legten nur allzuviel Gewicht auf das Himmelsleben.