Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1876-01-01 · Heft 7 · p. Seite 248

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
25 (1876)
Issue
Heft 7
Article
Die jüdischen Ethnarchen oder Alabarchen in Alexandria
Date
1876-01-01
Page
Seite 248 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
84% known words query
IRI
…/2829132-2829472-2829480-2869403--16882-2869424
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

e c t i A » I Ar a b a r obi a s" genannt (6o6sx Tltod^inu IV 12, 9). In einem Edikt Justinians von 559 wird ein Beamter, welcher neben dem Augustalis die Befugniß hatte, den kaiserlichen Fiskus in Alexandrien zu vertreten, Alabarches genannt'). Wie kamen sie zu dieser Benennung? Was hatte der Hafenzoll vom Meer und Nil, der dem Fiskus gehörte, mit dem arabischen Theil Aegyptens zu thun? Gewiß nur aus dem Grunde, weil die judäischen Befehlshaber über den arabischen Nomos oder die ״Arabarche n" zugleich Oberzollaufseher waren. Die Arabarchie umfaßte also dreierlei amtliche Momente, die politische Herrschaft über den heliopolitanischeu Nomos, wo Oman lag, die magistratliche, communaleund jurid ische Gew alt über die alexandrinische Gemeinde und zugleich die allerdings nur zufällig damit verbundene Hafenaufsicht. Dieselben Könige, welche Omas die ersten eingeräumt hatten, haben ihm auch die letztere anvertraut. Diese Aemter müffen in der Familie des Hohepriestersohnes Onias erblich gewesen sein. Von einer Wahl des Arabarchen oder Ethnarchen ist nirgends die Rede. Ich erinnere nur an den Ausdruck in Claudius' Urkunde: Augustus hat nicht verhindert, daß Alabarchen bestehen (ytvsaSac o. S. 218). Das Wort Wahl (aioeGÜru) ist nicht gebraucht. Wenn eine Wahl bei der Besetzung stattgefunden haben sollte, so kann sie nur innerhalb der Oniasfamilie erfolgt sein. Die Untersuchung über die Wählbarkeit der Ethn archie hat gar keine Berechtigung. Sehen wir uns das von Josephus angeführte kurze Zeugmß (nach Rufinus'Uebersetzung) noch genauer an. Die den *) Justiniani edicta XI, 2, Corpus juris (öd. Lips.) III 101. %0- QijyeZv xqvgCov, romo pev״ rm . . . Avyov<5TctXufi . . . tovto ßeyvy xam xaiqov aXaßäq%n.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.