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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1876-01-01 · Heft 6 · p. Seite 220

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
25 (1876)
Issue
Heft 6
Article
Die judäischen Ethnarchen und Alabarchen in Alexandria
Date
1876-01-01
Page
Seite 220 (sequence 12)
Language
German
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220 Die judäischen Ethnarchen oder Alabarchen in Alexandria. und Juvenal Xrsbsrobes in Xlabarobe«; denn die alten Handschrr. haben die erste L.A. So weit das lautliche und etymologische Verhältniß der Frage, gegen dessen Ergebniß nichts einzuwenden ist. Steht aber das Resultat fest, daß die Arabarchen die Oberleitung über den östlichen Theil von Aegypten inne hatten> welcher Arabien hieß, wozu auch Heliopolis gehörte '), so müssen nothwendigerweise irgend ein malJudäerdieseOberleitung i nn e gehabt haben. Denn nicht - judäische Arabarchen oder Alabarchen kennen wir aus der ersten Kaiserzeit gar nicht. Diese Würde oder die Ethnarchie muß sich auf ihre Nachkommen, die Arabarchen Alexander und Deine-- t r i o s vererbt haben. Wir bemerken hier gleich, daß der Beamte der Communal-Angelegenheiten der griechischen Bevölkerung in Alexandrien, welcher den Würdennamen i'4t)Y1/jTtjg führte und sich in Purpur kleiden durfte, dieses Amt und diese Würde in seiner Familie vererben durfte (Strabo p. 792 vgl. Marquardt a. a. O. S. 297 nach ovrpus insvriptt. 4734, 475S). Das Wort stammt wahrscheinlich von den Athenern, bei denen die Exegeten aus dem Adelsgeschlechte zuerst die heiligen Gesetze auszulegen und dann auch die Aufsicht über das wichtige Amt der Todtenbestattung hatten. Ebenso wie die Exegesie muß auch die Ethnarchie und die Arabarchie, die, wie wir erkannt haben, zusammenfallen, in einer judäischen Familie erblich gewesen sein. Nur durch eine solche Annahme wird das Räthselhafte in der Alabarchenfrage gelöst. Einer der Ptolemäer Muß einmal einem angesehenen Judäer ein Amt über den arabischen Theil Aegyptens übertragen und ihn zum’AQaßäQxijS ernannt haben, da doch der Name auf griechischen Ursprung und also auf die Ptolemäerzeit weist. ') Strabo XV 30 p. 866 y fihv ovv 'HXCov 716hg iv 1rj *AqußCy ictriv.

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