Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 25 (1876)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Die Fabel in Talmud und Midrasch
- Date
- 1876-01-01
- Page
- Seite 138 (sequence 13)
- Language
- German
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138 Die Fabel in Talmud und Midrasch. Dialog zwischen Israel und den Völkern a ufgefaßt wurde, ausgegangen, wo es von Israel heißt: בטנך ערטת חטים סוגה בשושנים; an welche Worte der Midrasch in den meisten der angeführten Stellen diese Fabel auch anlehnt. Von hier aus ist sie dann in die anderen Midraschim übergegangen, wo man sie auch an andere Worte der heiligen Schrift anzulehnen versuchte; doch ist die mehrfache Aillehnung in den anderen Midraschim jedesmal sehr erkünstelt und erzwnngen. B. R. u. I. B. a. d. a. O. taucht sie auf wie ein Deus ex machina; und wie erzwungen ist ihre Anlehnung im Sch. T. an: נשקו בר! Hier ׳ allein, bei בטנך ערמם חטים, ist sie an ihrem passenden, natürlichen Platze, ') - ־־.;■■. Es sprechen aber außerdem noch folgende zwei Punkte dafür, daß diese Fabel, um mit dem Dichter zu reden, ans dem Leibe jenes Weizenhügels herausgewachsen, und erst von hier aus anderen Aussprüchen künstlich aufgepfropft worden ist: daß nämlich erstens alle Midraschim consequent ger a d e חטים, und keine andere Getreideart, auftreien lassen; endlich aber erfahren wir nur aus dem Midrasch Schir Haschirim, Schlagw. בטנך ערמת חטים, durch den Zusammenhang den Namen dessen, der sie mittheilte, oder auch selbst dichtete. Es ist Nabbi Abbun, in dessen Namen sie Rabbi Nechemjah mittheilt; in allen anderen Midraschim hingegen erscheint sie anonym. ') Unter demselben Schlgw. geht auch voran: . . . ר׳ חוניא אמר בשכם שאין בעל הבית משגיח לא על משפלות של זבל ולא על משפלות של תבן ולא על ה ק ש ולא על המוץ. (Fortsetzung folgt.) :'י .