Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 25 (1876)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Die Fabel in Talmud und Midrasch
- Date
- 1876-01-01
- Page
- Seite 126 (sequence 1)
- Language
- German
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Die Fabel in Talmud und Midrasch. 126 Pie Jabel in Talmud und Midrasch. Bon vr. Samuel Back. (Fortsetzung.) Wir wären nun fertig mit den Berichten, die sich in Talmud und Midrasch über Fabeldichtungen im Allgemeinen finden. Es geht daraus hervor, daß die Fabeldichtung auch zu lener Zeit unter den Juden beliebt war und fleißig gepflegt wurde; ja, daß in der t almu dischen Literatur die g e l e h rtesten Männer, wie: Hillel, Rabban Jochanan ben Sakkai, Rabbi Meir und Bar Kappara, es nicht verschmäht haben, mit Fabeldichtungen sich zu beschäftigen, wie in der hebräische n Literatur die höchstgestellten, vornehmsten Männer, wie der Richtersohn Jotham, König Salomo und der israelitische König Joasch, sie schufen und sich ihrer bedienten. Gehen wir nun zu den einzelnen Fabeln selbst über, die und wie sie in Talmud und Midrasch uns aufbewahrt sind. Die meisten von ihnen werden uns anonym mitgetheilt; wir kennen darum nicht ihre Urheber. Manche jedoch werden von den Dichtern selbst, oder doch in ihrem Namen, mitgetheilt, wodurch wir zugleich noch Einige kennen lernen werden, die sich jedesfalls auch mit der Fabeldichtung beschäftigten. Im Ganzen haben sich verhältnißmäßig w eni g e in Talmud und Midrasch erhalten. Ich glaube, diese Literatur ziemlich sorgfältig durchgegangen zu sein, und habe nicht mehr gefunden, als die, welche hier folgen werden. Doch sehe ich mich genöthigt, hier nochmals daran zu erinnern, daß ich hier nur die