Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 25 (1876)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Karäische Studien
- Date
- 1876-01-01
- Page
- Seite 117 (sequence 9)
- Language
- German
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Karäische EMM. ilt in Bezug auf die Glaubwürdigkeit dieser Berichte, gerade darin übereinstimmen, so kann ich, in Bezug auf Hadassi wenigstens, dieselbe durchaus nicht gelten lassen, und muß wiederholen, daß Hadassi auch nicht im Entferntesten daran denkt, mitzutheilen, sein Citat sei ein wörtliches, oder daß seine Quelle bereits versificirt gewesen sei. Und nur um Hadassi handelt es sich in diesem Falle; denn die von Pinsker mitgetheilte Stelle aus dem Briefe Salmans ist entschieden unächt, nach Hadassi dem Salman unterschoben. Dieser Passus findet sich nämlich nur in einer Handschrift des Sälman'schen Briefes, und zwar einer Firkowitsch'schen, der einzigen, welche Pinsker vor der Drucklegung seines ל״ק bekannt war. Er fehlt in drei Handschriften, von denen Geiger zwei im Original und eine in Copie (nach Warn. 31, lö) besaß und verglich. Während aber Geiger den GrUüd für diese Divergenz der Handschriften in dem Umstande erblickt, daß er diese Händschrrften') nach einer von einem Räbbaniten geschriebenen Vorlage angefertigt sein la^t, worin eben Vieles, was dem rabbanitischen Schreiber gar zu grell vorkam, von ihm geändert worden war; kann ich, der ich, im Pinsker'- Wen Nachlasse') den Vrief Salmans nach drei Recensionen') öäs'Mnze Buch verwörsen Hätten. Es ist Merkwürdig, daß Pinsker den Karä«kn so Menig-Schlauheit zumuthet. Gar zu plump darf man sich einen Fälscher nicht denken. Schorr ^Chaluz VI S. 79) und, wenn ich Steinschneider (Hamaskir 1873 S. 68) richtig verstehe, auch dieser halten den Bericht Hadüsii's Und Salmäüs für völlig erlögt». ' Die Reimchsowie der Inhalt des Gereimten, sie sind von Salman und Hadasii ausgrdacht, um den Rabbaniten Verlegenheit zu bereiten. ,Das meiste Vertrauen schenken ihneü Fürst (Gesch. des Käräerthüms 1, 18 ü. Änm. 77) und Geiger (Ozar Nrchmad IV S. 19 und in gewissem Betrachte Zeitschrift X S. 262). Nach ihnen haben Salman und Hadasii allerdings eine gereimte Boraitha vor sich gehabt, deren Autor aber nicht Pinehas b. Jair, sondern der Masvret Pinehas gewesen sein dürste. >) Erwiesen ist das bloß von der ältesten H. S. durch die Nachschrift des Schreibers Isaak Tischbi. *) Von Herrn Dr. Löb Pinsker dem Beth-hammidrasch in Wien zum Geschenke gemacht. Beschrieben ist dieser Nachlaß im .מזכיר לבני רשף י) Vgl. מז' לב' רשף p. 36 u. ff. Eine Copie ist nach der H. S. des