Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 24 (1875)
- Issue
- Heft 12
- Article
- [Rezension] / D. S.
- Date
- 1875-01-01
- Page
- Seite 564 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- spine
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Recenstorr. 564 f, Steinschneider Hebr, Bibliog. XIU, 7. Große Stücke hätte man schon aus Me'i'r Aldabi's Schebile Emuna kennen können, wie Steinschneider jetzt nachweist, dieser aber hat es vorgezogen, Hillel zu plündern, ohne ihn zu nennen. Von Hillels Lebensumständen wissen wir nur wenig. Nicht einmal sein Geburts- und Todesjahr ist zu sixiren; doch wissen wir, daß er 1291 bereits im Greiseualter stand. Studirt hat er sowohl Talmud als Philosophie in Spanien; später lebte er als praktischer Arzt in Italien in verschiedenen Städten, so viel bekannt ist, nicht in Verona, welcher Ortsname nur zur Bezeichnung seines Großvaters dient. Als Schriftsteller trat er theils selbstständig ״ auf, theils commentirte und übersetzte er, und zwar gehört er der Periode an, wo die Juden aus dem Lateinischen zu übersetzen anfangen. Ueber diese seine schriftstellerische Thätigkeit verbreitet sich mit seiner gewöhnlichen Gelehrsamkeit Steinschneider in einem vorgedruckten Brief an den Herausgeber; eine vollständige Biographie, soweit sie überhaupt zu liefern ist, ist von derselben Hand zu erwarten. Außer dem schon oben genannten Hauptwerke Hillels enthält das vorliegende Buch einen Comnrentar zu Maimonides' 25 Propositionen, kurze Excerpte ans einem Commentar zu ׳D ל״ב הקדמות, einer Bearbeitung des bekannten über de causis, ähnliche aus einem bis jetzt nur ungenügend bekannten סי הדרבן oder הדרבן, eine Probe seiner Uebersetzung von Bruno de LungoburgiS Chirurgia magna — die letzten 3 Nummern von Steinschneider geliefert — und drei Abhandlungen, die sich dem Tagmule Hanefesch nahe anschließen. Dann folgt ein Variantenverzeichniß aus 2 Handschriften (München und Parma) nebst Bemerkungen von Steinschneider, Perreau und dem Herausgeber. Wie man sieht, ist die Sammlung reich und mit Umsicht zu Stande gebracht, so daß man nicht klagen darf, daß das krit. Material so unbequem angebracht ist, da dessen Beschaffung schon ohnehin dem Herausgeber Mühe bereitet hat. Hillel b. Samu el war ein gläubiger Mann im strengsten Sinne