Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 24 (1875)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Graecus Venetus [Rezension]
- Date
- 1875-01-01
- Page
- Seite 514 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/2829132-2829458-2829470-2869007--16497-2869056- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Recenstonen. &14 aus religionsgeschichtlichem Interesse, beschäftigt hat, daß er gegenüber einer mit dem Buchstaben des Textes leicht umspringenden exegetischen Richtung sich streng an den Buchstaben hielt.. Er sagt diesbezüglich: (seil, in seinen Commentarien zur ganzen Bibel mit Ausnahme der 3 letzten pentateuch. Bücher) ככל אלה הספרים אפרתי עלי באיסוף כרת,ונשמרחי בנפשי לאמר שיש כמאמר אחר מכל כתבי הקדש אוח אחת יחרה אי חסרה ק״ו תיבה אף כי מאמר אחר כי המדבר כאלה הוא כופר בכל המכתב הקדוש . . . בכל הסתרים הנפלאים שפירשתי בהם לא הפצרתי תיבה אחת מן הכתוב בעבור שאקיים הסתר ההוא מן הכתוב, אמנם הכתוב ההוא על פשטי התגיוני ואמתת חכמת המבטא ודקדוקה נושאת הסחר הך,וא y,,.s.מן, (Brief Semarja's an die jüd. Römer Ozar nechmad II S. 91). Wenn Semarja bei Commentariren so rigoros vorgehen wollte und — was vielleicht nur eine Selbsttäuschung ist — auch so rigoros vorgegangen zu sein glaubte, hätte seine Uebersetzung noch viel eher eine buchstäblich genaue sein müssen und können, Ulld gerade das ist ja das hauptsächlichste Merkmal des Grasons Venetus. Wir wissen ferner, daß Semarja das Tetragramm in derselben Weise yuffaßt, wie der Verteilt des Graecus Venetus, und daß man Semarja für den Urheber dieser Auffassung hielt. Wir wissen weiteres, daß er griechisch verstand, und wenn sich auch nichts mehr positiv erweisen läßt, als daß er die syntaktische BedeytWg der Partikel kannte, so liegt bei ihm die Bermnthung, daß seine Kenntniß auch die griechischen Classiker umfaßte, minbestens eben so nahe, wie bei irgend einem andereir griechischen Juden des Mittelalters. Endlich ist es auch bekannt, daß er dem König Robert von Sicilien seine Commentare zur Genesis und zum Hohenlieds sandte. Von ei..em solchen Manne ist es vorauszusetzen, daß er auch in ן einem Aufenthaltsorte mit herporragenden obrigkeitlichen Personen, wenn diese sich etwa für die Bibel interessirten, Beziehungen unterhielt. Und daß gerad,e dex Wunsch einer einzelnen herv.orragey.den Persönlichkeit M Mer Behörde — sei es einer geistlichen, sei es eiyer mejt-