Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 24 (1875)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Studien über die Tosifta II
- Date
- 1875-01-01
- Page
- Seite 492 (sequence 1)
- Language
- German
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492 Studien über die Tosifta II. Studien üöer die Jostfta IL. Von vr. A. Schwarz. (Schluß.) Selbstverständlich konnte aber jede freiwillige Spende gleich, viel in welchen dieser Geldstöcke immer gegeben werden, denn alles Geld wurde ja doch nur zu einem Zwecke verwendet. Im siebenten Perek schließt sich die Mischna insofern ganz eng an das unmittelbar Voraufgehende an, als hier jene Fälle zur Sprache kommen, in welchen man Geld, das aus Versehen neben den Geldstock gelegt worden ist, aus der Erde findet. Der Begriff des Findens ist nunmehr für den Mischnaredacteur der Faden, an welchem er die verschiedensten Elemente neben einander reiht, und es darf uns nicht befremden, wenn wir in den zwei letzten Perakim unseres Traktates Normen finden, die mit den Schekalim nur Weniges oder fast gar Nichts zu thun haben. - Bei einer ungleichmäßigen Entfernung des Fundes von zwei Geldstöcken giebt die größere Nähe den Ausschlag, bei einer gleichmäßigen Entfernung hingegen erhält jener Geldstoä den Vorzug, aus dessen Gelds Opfer höheren Grades beschafft zu werden pflegten. So erhalten die freiwilligen Gaben, die für Ganzopfer bestimmt sind, den Vorzug vor jenen Schekalim, die dem Reste der Geldhebe zugeführt werden, und Weihrauch erhält den Vorzug vor Holz, Tauben zum Ganzopfer vor denen zu Ganz- und Sühnopfern, und ebenso der Erlös des zweiten Zehnten vor profanem Gelds (7, 1). Der Platz, wo etwas gefunden wird, ist eben von solcher Bedeutung, daß nach ihm der Charakter des Fundes bestimmt wird; so gilt jeder Geld-Fund während