Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1875-01-01 · Heft 10 · p. Seite 461

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
24 (1875)
Issue
Heft 10
Article
Studien über die Tosifta II
Date
1875-01-01
Page
Seite 461 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2829132-2829458-2829469-2868942--16432-2868985
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Studien über die Tosifta II. .461 II, einen regens chori. 12, Kunstbäcker der Schaubrote. 13, Apotheker für die Zubereitung des Räucherwerkes. 14, Kunst- Wirker für die Vorhänge und 15, einen Aufseher über die priesterliche Garderobe*) (5, l).Ganz getrennt von diesen Ae mtern, deren jedes von einer Einzelperson verwaltet wurde, war das eigentliche Steuer-Amt, welches nicht blos von, dem Range nach verschiedenen, sondern in seinen einzelnen Abtheilungen auch von mehreren Vorstehern überwacht wurde, wie denn überhaupt jede Würde, mit welcher Geldausgaben verbunden waren, *) nach dem im Tempel herrschenden Prineip immer an zwei Personen verliehen werden mußte. Bei der Schatzkammer waren jedoch schon der Arbeitsfülle wegen drei Cassirer und sieben Schatzineister (Amarkelim), eigentlich Schlüsselbewahrer des Tempelschatzes angestellt. (5, 2). Manche Aemter waren so eng mit einander verbunden, daß die dabei angestellten Personen sich gegenseitig controlliren mußten; dies sieht man am deutlichsten an der Art und Weise, wie die Nesachim im Tempel geliefert wurden. Das Verfahren war sehr einfach; wer die zu jedem Opfernöthige x) Die Männer, deren Namen die Mischna uns aufbewahrt hat, lebten in der ersten Hälfte des ersten Jahrhunderts unter der Regierung Agrippa's 1, der, wie der Jeruschalmi erzählt, dem Herold Gabinius reiche Geschenke gegeben, weil desien Stimme acht (vgl. Tarnid p. 30 b und Joma p. 20 b) Parasangen weit vernehmbar war. Man kann nicht umhin jener amoräischen Ansicht beizupflichten, welche die in der Mischna erhaltenen Namen als wirkliche Eigennamen und nicht zugleich auch als mit den verschiedenen Aemtern verbundene Bezeichnungen ansieht. Hätte man wirklich die Beamten ,immer nach Jenem benannt, welcher zum ersten Male das creirte Amt verwaltete, dann wäre es unerklärbar, warum man auch das Patronymikon beibehalten. Die Mischna hat ursprünglich den Zusatz פחחיה זה מררכי nicht gehabt; dies geht unzweideutig aus dem Jeruschalmi hervor, welcher den betreffenden Passus als Boraitha cttirt; vgl. Menachoth p. 64, Tosiaphoth 8. v. אפר. Ueber den Strike der Familien des Garmos und Eutinos vgl. Jeruschalmi z. St. und b. Joma p. 38; ebenso stimmen beide Talmude in Bezug auf die Kraftleistungen des Sängers Hygros überein. Ob der ממונח על הפקיע identisch sei mit dem איש הר הכיח (vgl. Middoth 1, 2) wage ich nicht zu entscheiden. 2} Darum müssen wir annehmen, daß sowohl der Opfertauben-Lieferant als auch der Cisternen-Beamte controllirt worden sind. vgl. Tossaphot Jom-tob zur Stelle.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.