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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1875-01-01 · Heft 9 · p. Seite 404

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
24 (1875)
Issue
Heft 9
Article
Eine Stelle in Menachoth
Date
1875-01-01
Page
Seite 404 (sequence 2)
Language
German
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404 Eine Stelle in Menachoth. als Strafe für den angegebenen Fehler betrachtet hat. Allgemein hält man diese talmudische Stelle für die einige, in welcher von den der früheren Periode angehörenden unächten Schülern R. Akibas die Rede ist, und man ist deshalb nicht im Stande, auch nur den Namen eines einzigen aus ihrer Reihe anzngeben. Denn Männer wie Ben-Asai, Ben-Soma u. A., obwohl sie vor R. Me'ir und R. Juda zu Füßen R. Akiba's gesessen, sind sicherlich nicht dieser Kategorie znzuzählen, da sie von der hier gerügten Untugend frei geblieben waren. Und doch findet sich im Talmud noch eine Notiz, welche unsere mangelhafte Kenntniß über diese Schüler, wenn auch nur um ein Unbedeutendes bereichert, indem sie uns wenigstens den Namen eines älteren Jüngers dieser Gattung mit einer von ihm gemachten und zwar richtigen Bemerkung angiebt und von diesem Einen Alles erzählt, was die oben angeführte Quelle über die Gesammtheit berichtet. In Menachoth 68 b lehrt nämlich die Mischna, daß man weder vor dem Omer am Peßach-, noch vor den vorgeschriebenen zwei Broden am Schebuothfeste Erstlinge und andere Gaben darbringen dürfe; wenn dieses aber bereits geschehen, so seien die Letzteren im erstererr Falle als ungültig, im zweiten aber als gültig zu betrachten. R. Tarphon nun, erzählt uns die Gemara, konnte diese Unterscheidung nicht begreifen, und es bemerkt ihm darauf ein gewisser sonst nirgends erwähnter Juda b. Nehemias, daß beim Omer deshalb eine Erschweruug eintrete, weil vor seiner Darbringung der Jsraelite Nichts vom neuen Getreide genießen dürfe. R. Tarphon ivußte darauf Nichts zu erwiedern. Da leuchtete das Antlitz des Juda b. Nehemias vor Freude über diesen Sieg. R. Akiba aber sprach: ״Juda, Dein Gesicht leuchtet, weil Du diesen Gelehrten zum Schweigen gebracht; mich aber sollte es wundern, wenn Dir ein langes Leben beschieden wäre. Und in der That, bemerkt R. Juda b. Jlai, es war damals die Zeit um Peßach und als ich zum Wochenfest hinaufzog und mich nach Juda b. Nehemias

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