Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 24 (1875)
- Issue
- Heft 7
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1875-01-01
- Page
- Seite 331 (sequence 2)
- Language
- German
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Recenfion. 331 allein in Betracht kommen können — haben nur wenig in diesen Fächern geleistet, was nicht auf den Ergebnissen deutscher Gelehrsamkeit beruht. Für England erklärt dies der Verfasser vorliegenden Werkes — einer von der verdienstvollen und anerkannten ״Clarendon Presse" herausgegebenen Abhandlung — in der Vorrede auf folgende Weise: ״In wissenschaftlichen Fragen scheint die Wahrheit derjenigen, welche in England über das A. Testament schreiben, unfähig zu irgend einer bemerkenswerthen, nicht aus fremden Quellen geflossenen Meinung. Die meisten dieser Schriftsteller haben noch zu lernen, daß es ohne selbstständige Forschung unmöglich ist, einen festen und deutlichen Begriff von den Prinzipien und Ansdrucksweisen einer Sprache zu gewinnen. Nichts ist in Wirklichkeit unser eigen, was wir nicht entweder selbst gefunden haben, oder wobei wir nicht mit verständnißvollen Eingehen und fortwährender Veristcation den Vorgang verfolgen können, durch welchen das Resultat gefunden wurde. Es genügt nicht, sich auf Autoritäten zu berufen und die Schlüsse Anderer — seien es selbst Ewald oder Delitzsch — anzueignen. Jrrthümer beruhen entweder auf der falschen Anwendung von grammatischen Principien oder auf unrichtigen Behauptungen. Wer diese Jrrthümer meiden will, muß selbst die Gesetze und Bräuche der Sprache beobachten und aufzeichnen." Diesem freilich felbstverständltch klingenden, aber doch nicht genug zu wiederholenden Grundsätze folgend, hat Herr Driver den von ihm gewählten Stoff von Grund aus selbstständig untersucht. Jede Seite seines Werkes zeugt davon, daß seine Darstellung, wenn auch — wie er selbst von vorne herein bemerkt — im Großen Ganzen auf Ewald's kriti« scher Sprachlehre beruhend, durchaus das Ergebniß eigener, sehr fleißigen und umsichtigen, sich in's Einzelnste erstreckenden Beobachtung und Forschung ist. Er hat darum auch eine so werthvolle Monographie geliefert, wie wir deren über einzelne Gebiete der hebr. Grammatik wenige besitzen, und um so werth-