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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1875-01-01 · Heft 7 · p. Seite 326

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
24 (1875)
Issue
Heft 7
Article
Studien über die Tosifta II
Date
1875-01-01
Page
Seite 326 (sequence 2)
Language
German
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826 Studien über die Tosista II. in Widerspruch setze. Diejenigen, welche hieran Anstoß nehmen, muß ich höflichst ersuchen, den Wortlaut der Mischna mit dem der Tosista vergleichen und sich überzeugen zu wollen, wie der Jeruschalmi, der übrigens von dem ganzen Alinea 4 nichts zu wissen scheint, * *) sich die Sache zurechtlegt; dann werden sie meine Auffassungsweise durchaus nicht als eine kühne bezeichnen. Die Commeutatoren, die es sich nicht eingestehen wollen, daß der Mischna-Redakteur die Ansicht R. Melr's vertritt, legen unserer Miichna Schrauben an, um ihr die Lehrnieinnng der Chachamim zu erpressen. Gegen diese erzwungene Aussage muffen wir im Namen der Tosista Verwahrung einlegen. Warum aber, wie es in unserem Alinea als gar nicht controvers hingestellt wird, der Vormund für seine Mündel, die ja gar nicht steuerpflichtig sind, den Zuschlag entrichten müsse, bleibt selbst nach der Norm R. Melr's unerklärt. Alinea 5 giebt den eigentlichen Werth des xoUcßov an; nach R. Me>r beträgt er den vier und zwanzigsten, nach den Chachamim den 48. Theil des ganzen Schekel. a) Die in diesem Paffus referirten Ansichten über die Verwendung des Steuerzuschlages ftnden sich auch im Talmud am Ende des ersten Perek mit dem Zusatze ד״א להוצאת דרכים. Im engsten Anschluß an das erste Capitel, welches von der Zeit und von der Art und Weise der Steuerzahlung Hanbeit, bespricht die Mischna im zweiten Perek den Modus, nach welchem die eingegangenen Gelder durch die Communal-Behvrde an das Schatzamt in Jerusalem abgeliefert werden und gedenkt *) Zu den letzten Worten der Mischna 1, 6 bemerkt ein jerusalemischer Amoräer דר״ם היא אחד שקל שהוא נותן ואחי לדברי תורה, Rab, der die Mischna gerade nicht als die R. Meirs gelten lassen will, hat entschieden die Tosista nicht gekannt. *) Ein Sela (—ganze Schekelmünze) hat zwei Schekalim, 1 Schekel — 2 Silberdenare, 1 Silberdenar =6 Silbermaah: 1 Maah— 2 Dupondien , I Dupondium — 2 As. Mithin betrug das Kollybon nach R. Meir 4; nach den Chachamim 2 As. Vgl. Zuckermann: Ueber talmudische Gewichte und Münzen Breslau 1862.

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