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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1875-01-01 · Heft 4 · p. Seite 183

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
24 (1875)
Issue
Heft 4
Article
Eine Hymne Samuel Hanagids
Date
1875-01-01
Page
Seite 183 (sequence 5)
Language
German
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Eine Hymne Samuel HanagidS. 188 dieser erklärte sich bereit, bei einer Zusammenkunft alles zu ordneu. Ohne vorher sich die Erlaubniß zur Grenzüberschreitung geholt zu haben, erschienen Zohair und sein Vezier Jbn-AbbSs mit einem zahlreichen Gefolge in Granada. BZdis verwand den Unnmth über diese Tactlosigkeit, bewirthete seinen Gastfreund und dessen Gefolge sehr gastfreundlich, ohne jedoch die Unter- Handlungen zu einem gedeihlichen Resultate gelangen zu sehen. Zohair, von seinem Minister gehetzt, benahm sich in so sehr herausfordernder Weise, daß BZdis ihn schon jetzt dafür gezüchtigt haben würde, wenn nicht einer seiner Officiere sich erboten hätte, den letzten Schritt zur Versöhnung bei Jbn AbbSs zn machen. Mit welch geringem Erfolge, zeigt die Antwort, die der Vermittler dem versammelten granadischen Staatsrathe bei seiner Rückkehr gab: Zinhedschiten, der Stolz dieses Mannes (Ilm-Abbas) ist unerträglich. Ihr müßt Euch allesammt erheben, um ihn niederzuwerfen; wo nicht, da werden eure Wohnungen nicht euer sein." Darauf hin wurde beschlossen, die Brücke vor Alpuente, welche Zohair mit seiner Mannschaft passiren mußte, abbrechen und die Engpässe vor derselben besetzen zn lassen. Der Fürst BZdis, der im Grunde seines Herzens Zohair nicht gram war, ließ diesen heimlich warnen und zur Beschleunigung seines Marsches antreiben. Die Warnung blieb aber ungehört, nachdem Jbn-AbbSs den Warner für einen Feigling erklärt hatte. Heber die Motive dieser plötzlichen Furchtlosigkeit des sonst nicht gerade muthigen Veziers waren bald die Ansichten getheilt. Seine Feinde glaubten dahinter ehrgeizige Interessen suchen zu dürfen. Am 3. August 1038 wurde Zohair von den granadischen Truppen umzingelt. ״Seine Soldaten zeigten sich höchst bestürzt; jedoch er selbst verlor nicht seine Geistesgegenwart. Er ordnete seine schwarzen Fußsoldaten, fünfhundert an der Zahl, und seine Andalusier zur Schlacht und befahl seinem'Unterfeldherrn Hodhast, an der Spitze der slavischen Reiterei auf den Feind ein-

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