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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1875-01-01 · Heft 4 · p. Seite 181

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
24 (1875)
Issue
Heft 4
Article
Eine Hymne Samuel Hanagids
Date
1875-01-01
Page
Seite 181 (sequence 3)
Language
German
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Eine Hymne Samnel Hanagibs. 181' wissenschaftlichen Zeitschrift in geeigneter Weise beleuchtet wurde, nur erwünscht sein. Ehe wir dasselbe hier reproduciren, wollen wir, damit der Leser sofort alle Beziehungen und Anspielungen darin verstehe, seinen geschichtlichen Hintergrund ein wenig beleuchten. Wir folgen hierin den Darstellungen Dozy's. In die Erbschaft der omajadischen Dynastie in Spanien hatten sich berberische, slavische und kleine andalusische Fürsten getheilt, die Residenz der Omajaden, Cordova, sowie Sevilla hattat sich von der berberischen Herrschaft befreit und waren Republiken geworden. Die berberische Dynastie der Chamuditen, welche das Wesentlichste zur Aufhebung der omajadischen Herrschüft beigetragen hatte, konnte nicht nur die Erbschaft derselben nicht voll antreten, sondern war nicht einmal im Stande, Cordova und Sevilla zu behaupten und mußte sich niit dem usttrpirten Chalifen-Titel und der Stadt und Umgebung Granada's begnügen. Vs kseto waren die übrigen berberischen Staaten, insbesondere Granada, vollkommen unabhängig. Von den slavischen Fürsten war der von Alnteira der ntächtigste. Daß die Berbern und Slaven beim Kerne des andalnsischen Volkes nicht sehr beliebt waren, läßt sich denken, und als der Vertreter der sevillanischen Republik, der kluge Kadi Abül KLsim, auf diplomatischem Wege, wie ans den! Schlachtfelde glücklich, auf den guten Einfall gekomnien war, einen Mattenflechter aus Calatrava, der dem verschollenen Hischäm H,—um dessen Namen sich rasch ein Kranz der sonderbarsten Mythen gewunden hatte, — sehr ähnlich sah, als den Verteter der Legitimität paradiren zu lassen, da war für die Berbern und Slaven die Gefahr vorhanden, daß die nationale Begeisterung unter geschickter Leitung sich mit Erfolg gegen sie kehren werde. Eine gesunde Politik mußte zur Versöhnung dieser von jeher mit einander rivalisirenden Stämme sichren. Und in der That sehen wir Zohair, den slavischen Fürsten von Almeria, vom sevillanischen Kadi angegriffen-.

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