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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1875-01-01 · Heft 4 · p. Seite 180

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
24 (1875)
Issue
Heft 4
Article
Eine Hymne Samuel Hanagids
Date
1875-01-01
Page
Seite 180 (sequence 2)
Language
German
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Eine Hymne Samuel Hanagids. 130 besondere für das an Samuel gerichtete Loblied des Dichters Monfatil י) verpflichtet ist, so wird künftig die spanisch-arabische Geschichtsschreibung davon Notiz nehmen, daß der Bruch zwischen dem Fürsten BM's von Granada und dem Fürsten Zohair von Almeria, der Ueberfall bei den Engpässen vor Alpuente, der Tod Zohair's und die Gefangennahme und Tödtung seines Veziers Jbn AbbLs^) von dem in erster Linie an all diesen Ereignissen betheiligten granadischen Minister Sanmel in einer hebräischen Hymne besungen wurden. Der kritische Geschichtsforscher wird bei der Prüfung dieser Quelle schon wissen, wie hoch er allenfalls die der objeetiven Darstellung abträglichen Einfliisse der subjectiven Stimmung des Dichters anzuschlagen hat, und darum wird auch für ihn die Kenntniß dieser Hymne Samuel's von hohem Interesse sein. Den Freunden neuhebräischer Dichtung wird der nochmalige Abdruck eines wenig bekannt gewordenen, in der wissenschaftlichen Beilage des Hakarmel Jahrg. 8 Hascharon Nummer 33 u. ff. erschienenen Liedes, welches unseres Wissens in keiner deutsch- י) Milgetheilr nach Jbn Bassanlls Dhakkrra Band I fol. 200 r; Handschrift des Herrn Julius Mohl, von Dozy a. a. O. S. 250 und 251. Es lautet: ״Der du in deiner Person alle guten Eigenschaften vereinigst, welche Andere nur zum Theil besitzen, der t>u der gefangenen Generositas die Freiheit wieder gegeben hast, du bist ebenso erhaben über die freigebigsten Männer des Morgen- und des Ubeiidlandes, wie das Gold erhaben ist über das Kupfer. Das; doch die Menschen die Wahrheit von Jrrthum unterscheiden könnten, dann würden sie ihre Lippen nur auf deine Finger drücken. Anstatt des Ewigen Wohlgefallen darin zu suchen, das; sie den schwarzen Stein zu Mecka küssen, würden sie deine Hände küssen; denn sie sind es, welche das Glück spenden. Durch dich habe ich hinwieder Erfüllung meiner Wünsche gefunden und ich hoffe, daß ich durch dein Verdienst auch droben erhallen werde, was ich wünsche. Wenn ich bei Dir und den Deinigen bin, bekenne ich offen die Religion, die mir vorschreibt, den Sabbat §11 heiligen, und wenn ich bei meinem eigenen Volke bin, bekenne ich sie wenigstens heimlich." ־*) S. A. a. O. S. 254 u. ff. Die arabischen Quellen werden S. 259 Anmert. 1 angegeben.

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