Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 24 (1875)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die Anfänge der Nabatäerherrschaft
- Date
- 1875-01-01
- Page
- Seite 65 (sequence 17)
- Language
- German
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Di« Anfänge der Nabatäerherrschaft. daß sie im Stande sein werden, die Trümmer wieder aufzubauen. Es kann also keine lange Zeit zwischen der Zerstörung der idumaischen Bergfestungen und dem Auftreten Maleachi's mit diesen Reden verflossen sein. Wir brauchen also nur das Zeitalter dieses Propheten zu ermitteln, um zu wissen, in welcher Zeit die Jdumäer aus ihrem uralten Sitze verdrängt worden und. Nur darüber herrscht kein Zweifel und keine Divergenz der Meinungen. unter den Auslegern. Sie setzten ihn sämmtlich in Nehemia's Zeit; sie differiren nur in den! Punkte, ob Maleachi während Nehemia'S Anwesenheit in Jerusalem oder in der Zwischenzeit zwischen seinem erste», und zweiten Aufenthalt ausgetreten ist. Vitringa, Köhler und Nägelsbach nehmen mit Recht an, daß die Rede nur in dieser Zwischenzeit nach dein 32. I. des Artaxerxes 434 v orchr. Z. und vor dem Ableben dieses Königs 424 gehalten wurde. Es lassen sich noch überzeugendere Beweise dafür anführen, als diese Ausleger vorgebracht haben, daß Maleachi während Neheniia's Abwesenheit gesprochen haben nruß, was hier aber zu weit führen würde. Für unsere Untersuchung ist es gleichgültig, ob Maleachi zwischen 483—424 oder vor 434 gesprochen hat. Es geht jedenfalls daraus hervor, daß Jdumäa in der Regieruugszeit des ersten Artaxerxes zerstört war. Van welchem Volke? Das ist nun nach dem Gange unserer Untersuchung nicht zweifelhast, es wurde von den Nabatüeru zerstört, die sich des Landes bemächtigt, die alten Städte wieder aufgebaut und Petra wieder zum Mittelpunkt gemacht haben. Grade aus dieser Thatsache, daß Edvm, der Erbfeind Juda's, zerstört wurde, und dieses verschont geblieben. ist, bewies der Prophet Maleachi dem Volke, daß Gott Jakob noch immer liebe und Esan hasse. Irrthümlich urmmt Winer (Bibi. Realwb. Artikel Edom) an: ״die Edomiter litten zwar durch die chäldäischen Heerzüge ebenfalls, wurden aber in ihrem Lande gelassen." Die Jdumäer litten keineswegeu durch die Chaldäer, weil sie deren Verbünrsalem waren, wie oft genug in der •3($* antet, MonatSschUIt XXIV. 5