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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1875-01-01 · Heft 2 · p. Seite 58

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
24 (1875)
Issue
Heft 2
Article
Die Anfänge der Nabatäerherrschaft
Date
1875-01-01
Page
Seite 58 (sequence 10)
Language
German
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58 Die Anfänge der Nabatäerherrschaft. Sprache gegeben. Man kann die Thatsache auch so fonnuliven. Die vornehmen Geschlechter in Nabatäa waren Araber, das Volk aber Aramäer. Daher ist die Erscheinung zu erklären, über welche die semitischen Philologen sich so sehr ereifert und sich in zwei Lager gespalten haben, nämlich bezüglich der sögenannten sinaitischen Inschriften. Es ist gegenwärtig ausgemacht, daß diese Inschriften, welche nicht bloß auf der Sinai-Halbinsel, sondern weit und breit, wo Felsen sind, auch in Hauran und in der Nähe Aegyptens Vorkommen, die entschiedenste Aehnlichkeit mit dem nabatäischen Schriftcharakter hat. Daraus hat nun M. A. Levy gefolgert, daß die Sprache aramäisch sein müsse. Tuch, Blau und Andere dagegen haben sie für arabisch erklärt. Allein Beide haben Recht. Da Nabatäa einen arabischen Adel und eine aramäische Bevölkerung hatte, so können Inschriften je nachdem aramäisch oder arabisch sein. Denn das Wort רפד לעלם und דכיר לשלם, welches in diesen Inschriften öfter vorkommt, ist entschieden araniäisch. Blau's Bemühung, sie zu arabisiren, ist vergeblich, das Wort ״ ברSohn", das manche sinaitische Inschriften zeigen, kann nur aramäisch sein. Dagegen kann die Inschrift שלם . . . בר עבית אמירו פי שנת מאת על תלתת קימרין nur arabisch sein, aber mit aramäischen Elementen. Kurz es herrscht in den sinaitischen Inschriften eine Mischsprache, wie sie sich aus einer Mischbevölkeruug entwickelt hat. Daher haben einige Schriftsteller die Nabatäer für Araber angesehen. Josephus z. B. bezeichnet die Könige von Petra nicht anders denn als Araber. Im Midrasch heißt es von den drei Engeln, die zu Abraham kamen, der eine erschien ihm als Nabatäer, der andere als Saracene und der dritte als Araber (zu Genes. 48) אחר נדמה לו ברמות סרקי ואחר נרמה לו בדמות נווםי ואתר ברמות ערבי. Das sind drei Namen für Araber. Anderseits übersetzt das Tärgum den Volksnameu קרר, durchweg mit נבם,

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