Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 23 (1874)
- Issue
- Heft 12
- Article
- Die assyrischen Invasionen und Eroberungen in Palästina, im samaritanischen und judäischen Reiche
- Date
- 1874-01-01
- Page
- Seite 530 (sequence 2)
- Language
- German
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580 Die assyrischen Invasionen und Eroberungen in Palästina, zeichnen muß), ein assyrischer Königsname Jareb vor (5, 13): וירא אפרים את הליו ויהודה את מוורו וילך אפרים אר אשור וישלח אל מלך י ר ב. והוא לא יוכל לרפא לכם וגו'. Das persönliche Pronomen ״und er" (והוא) giebt deutlich genug an die Hand, daß es sich auf den vorangehend genannten König Jareb bezieht, und daß das Wort ein Eigenname sein muß. Noch einmal ivird er in dieser prophetischen Quelle genannt (10, 6) גם אותו ועגל שמרון) ראשור יובל מנחה למלך ירב.) Der griechische Uebersetzer dieses Propheten giebt in verständiger Auffassung dieses Wort als Eigennamen wieder: ,laqst 1-1 oder ’I a q s C ß., und ebenso der syrische llebersetzer: מלכא ריר כ. Nur die neueren Ausleger, weil sie keinen König dieses Namens anderweitig gefunden haben, fassen das Wort appellativ als ״feindseliger König" oder als ״streitbarer König." Nun, die Form ירכ ist ohne Analogie, von ריכ mit dem י praeformativum wird ein Adjectiv regelrecht יריכ gebildet; weil das Wurzel^ von ריכ nicht elidirt werden darf. Auch kann ירכ keinesweges ״feindselig" oder ״streitbar" bedeuten, sondern lediglich ״zankzüchtig." Der Stamm רים wird niemals vom Kriege gebraucht. Und endlich warum sollte Hosea gerade einen assyrischen König, den er im Sinne hatte, durch ein Epitheton bezeichnet haben? Aus allen diesen schwerwiegenden Gründen muß man einen assyrischen König Jareb gelten lassen. Vielleicht sind die Ässyriologen so glücklich, den Namen in den Eponymen- oder Verwaltungslisten oder auf einen Trümmerstück zu finden. Da dieser jüngere Hosea in der Zeit zwischen dem Tode Pekachs und dem Untergang des samarita- Nischen Reiches oder während der neunjährigen Anarchie zwischen Pekach und Hosea gesprochen hat (vergl. Graetz, Geschichte I S. 476), so muß der assyrische König Jareb vor Salmanasser regiert haben.