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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1874-01-01 · Heft 11 · p. Seite 524

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
23 (1874)
Issue
Heft 11
Article
Die Echtheit des Buches des Propheten Ezechiel
Date
1874-01-01
Page
Seite 524 (sequence 10)
Language
German
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524 Die Echtheit des Buches des Propheten Ezechiel, und die innern und äußern Vorgänge seiner prophetischen Thätigkeit chroitologis ch geordnet. Er bedient sich der Aera seit dem Exile unter Jojachim. Selbstverständlich. Exulanten und Emigrauten zählen die Jahre von der Zeit ihrer Verbannung, weil ihre Seele voll davon ist und ihr Verbannung in ihren Augen als das wichtigste Ereigrriß erscheint. Unbegreiflich ist es daher, wie Zunz den Gebrauch der Aera seit dem Exil als Anklagepunkt für Ezechiel geltend machen konnte. Seine Worte lauten (Gottesdienstl. Vorträge S. 161 fg.): ״Die Aera des Exils findet man außer Ezechiel nur bei nach Nebukadnezar verfaßten Schriften (nämlich Könige II, 25, 27 und Parall.). Bielleicht dürfen diese Wahrnehmungen zu der Ansicht berechtigen, daß Ezechiel der persischen Epoche und Cultur näher steht." Sollten etwa die Schriften vor Nebukadnezar sich ebenfalls der Aera des Exils bedienen? Indessen verlassen wir Zunz' pessimistische Kritik und suchen wir lieber, wie Ezechiel als historische Quelle verwerthet werden kann. Viele Partien haben ein Datum an der Spitze. Zwischeu den datirten Partien sind wieder andere ohne Datum. Aber auch diese gehören der Zeit des Datums an, welches an der Spitze steht; denn Ezechiel, der auf chronologische Akribie Gewicht legte, hat ohne Zweifel die Stücke chronologisch gereiht und redigirt. So ist angegeben, daß der Prophet beit 10. des 10. Monats des 9. I. notiren soll, weil an diesem Tage der König von Babel sich Jerusalem zur Belagerung nähert (24, lfg.). Vom 8. I. ist keine Partie vorhanden, aber vom vorangehenden Jahre (20, 1). Das folgende Kapitel (21) ist ohne Datum, aber es gehört unstreitig demselben Datum, dem siebenten Jahre, an. Daselbst ist angegeben, daß Nebukadnezar bereits zum Kriege ausgezogen war, am Scheidewege stand, Loose warf und das Orakel befragte, ob er zuerst gegen Jerusalem oder gegen das ebenfalls abgefalleue Amnionitis den Krieg eröffnen sollte

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